Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vorträge über Plastik, Mimik und Drama
Person:
Henke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1424454
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1425808
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Die 
Michelangelo 
des 
Menschen 
rösseren daneben sondern nur wie Bilder von Schnitzereien am Ge- 
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wölbe neben jenen behandelt. 
Betrachten wir da e en die kolossalen Gestalten der Sib llen 
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und Propheten, welche als Hauptpersonen ringsherum, wo sich 
die Wölbung der Decke 
 zwischen je zwei Fenstern 
ä "j aus den Wänden heraus- 
   hebt, sitzen. Sie sollen die 
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 Vorlaufer des Christen- 
  l" thums in der Heidenwelt 
' X  und im Judenthum dar- 
 Q ä x s stellen, die grösste Ver- 
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ff,  ' 741i  tiefung in die hochsten 
   b l i Fragen des Lebens, mit 
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V   4x N  der sich die Menschheit, 
     
4,3. Ä, .452;  auf sich gestellt, ihr Heil 
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   zu suchen an estrenvt hat. 
X  4x , f o 
i;  K. x 6,1, Und mächtig, wie kein 
  z.  anderer es je verniocht hat, 
n  2214111,  4 I, ß:  
i; '   stellt uns Michelangelo hier 
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 Nil-JA  , 1I1 zwolf gewaltigen Ge- 
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ä Ä Ältlvq,  4' -i ,v' stalten die Vertiefung des 
ä am,    einsamen Geistes in sich, 
am, x?    das Aufgehen in geistiger 
t u.   "   rät    
  iiägllfßa,   Iiiig- Arbeit lebendig verkorpert 
lWWV"   V    
  PH,  j igäää, in den verschiedensten Ab- 
lhlfll" ßß t    
J "tlie- ml;  x iiääil Stufungen dar, Manner und 
i  x. 333i)   
 Weiber, alte und junge, 
 lesend, schreibend, nach- 
 e," F7 
 i7- Wl schlagend, Bücher suchend, 
weglegend, still brütend 
Lorenzo von Medici, Grabdenkmal in der neuen oder begeistert aufsghauend, 
Sacristei zu S. Lorenzo in Florenz.   
aber alle ganz in ihre Ge- 
danken versunken. Je grösser und starker und schöner er alle ihre Leiber 
gemacht hat, um so mehr fällt es auf, dass sie nichts damit machen. 
war sie strecken und dehnen ihre Gliedmassen nicht wie 'ene nackten 
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Naturwesen aus, als wenn sie nicht wüssten, wohin damit, aber ebenso
        

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