Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Studium und die Ziele der Malerei
Person:
Schultze-Naumburg, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1396875
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1397427
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Süäääääääääöä 
Stande grösster Ratlosigkeit oft scheinbare Hilfe bringt: mit einem 
angenommenen braunen Ton die Zeichnung, die Tiefen, zu- 
sammenzuhalten. Es ist der erste Schritt zur Farblosigkeit. 
Er denke daran, dass mit der Lösung der Zeichnung bei 
seiner Studie die Absicht nicht erreicht ist, da sonst kein Grund 
vorhanden, das Ganze nicht als Zeichnung zu lassen und die 
Ölfarbe als unangenehme Zugabe ganz zu vermeiden. Die far- 
bige Wirkung ist es ja, weswegen er malt. Das weit weniger 
vornehme Ziel ist die gemeine Deutlichkeit der Dinge; auf die 
farbige Schönheit der Erscheinung kommt es an, wenn er 
überhaupt malt. Löst man indessen das farbige Problem in 
rechter Weise, so erreicht man gleichzeitig auch das zweite: 
die klare Gegenständlichkeit stellt sich von selbst ein. Es ist 
erstaunlich, ein wie klares Bild der Wirklichkeit anscheinend 
rohe farbige Klexe zu geben vermögen. 
Unsere moderne Ölfarbe lässt sehr viele Behandlungsweisen 
zu, dicke und dünne, rafünierte und primitive. Es giebt Maler, 
welche ihre Bilder wie Marmor oder Metallarbeiten behandeln, 
sie nach dem Austrocknen schleifen und schaben, polieren und 
kratzen, dann diesen, quasi Querschnitt der Farbe zu allerhand 
kapriziösen Stückchen benutzen, sie lasieren, wieder abkratzen 
u. s. W. Zu sagen, das sei falsch, wäre 
 Unsinn. Wenn der Künstler damit seine 
ierischen beabsichtigte Wirkung erzielt, ist es gut 
Handschrift  das andere ist seine Sache. Nur einen 
 Lernenden unvorsichtig in diese Bahnen 
zu drängen, wäre Unrecht. _Technische Kniffe, die gerade dem 
Anfänger am meisten imponieren und die ihm oft genug noch 
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