Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über Kunst, Künstler und Kunstwerke
Person:
Valentin, Veit
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1392977
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1396442
PAUL WALLOTS 
REICHSTAGSGEBÄUDE. 
Kanzler und Bundesrat ihre Plätze in der denkbar kürzesten 
Zeit erreichen und doch zugleich von den Verkehrsräumen 
der Abgeordneten möglichst abgeschieden sind. Zugleich 
aber gewinnt der auf der Hauptaxe liegende Mitteltrakt 
des Gebäudes schon im Grundriß eine hervorragende Bedeu- 
tung, wie sie dem Teile des Hauses zukommt, in welchem 
sich das eigentlich geschäftliche Leben und Treiben ab- 
spielt. Dies selbst aber erhält eine außerordentlich licht- 
volle Verteilung. Der Führer der Abgeordneten, der Ver- 
treter des Volkes, und der Führer der Regierung, der Ver- 
treter des Kaisers, wohnen gleichberechtigt und gleichmäßig 
berücksichtigt nebeneinander, durch einen auf einen Balkon 
führenden Korridor geschieden. Sie treten rasch aus ihren 
stillen Arbeitsräumen an die Plätze ihrer öffentlichen Amts- 
führung und sehen die Vertreter des Volkes sich gegenüber, 
welche ihrerseits durch fünf Thüren bequem zu der Garde- 
robe und auf die Korridore gelangen können, um in die 
Halle sich zu begeben, von WO aus ihnen der Verkehr mit 
Post und Telegraph sowie der Austritt aus dem Hause 
unmittelbar nahe gerückt ist. Und wenn die Abgeordneten 
das Bedürfnis geistiger oder körperlicher Erholung em- 
pfinden, so bieten die in der Richtung, in der sie sich be- 
wegen, liegenden Räume auf der nordwestlichen und 
südwestlichen Ecke hinreichend Gelegenheit: dort befinden 
sich die Lesesäle und die Bibliothek, hier mit dem freien 
Blicke nach dem Königsplzttze und dem Tiergarten die 
Restaurationsrätime'. Auf der östlichen Seite finden da- 
I W'ir schließen uns hier der von Wallot sofort selbst gemachten 
Anderung der Verteilung der Räume an, welche von den Bezeichnungen 
des ersten Planes (abg. S. 289) abweicht. Darnach sind das südwestliche 
Eckzinimer und das in der iVestflucht anstoßende Zimmer, die auf dem 
Plane als nSitzungssälea bezeichnet sind, als Restauration gedacht, der dort 
als n Restaurationcc bezeichnete Saal in der Mitte derWestseite als nFesthallea 
angenommen, während die nl-lallea als Foyer oder Wandelhalle dienen 
sollte. Die Ziffern auf der Abbildung S. 289 bedeuten: 1. Sitzungssaal des 
Bundesrates. 2. Säle fürAttsschusssitzungen. 3. 4.Sprechzimmer. 5.Kleider- 
ablage. 7. 8. Zimmer des Reichskanzlers. 9. 9. Chefs der Reichsämter (auf 
dem Plane falsch mit 9. 3. bezeichnet; sie entsprechen den Zimmern 12. 12.) 
10. 11. Zimmer des Reichstagspriisidenten. 12. Schriftführer. I3. Bureau- 
direkter. 14. 15. Vorzimiiier. 16. Zimmer zum Kollationieren. 17.Sprecl1-
        

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