Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über Kunst, Künstler und Kunstwerke
Person:
Valentin, Veit
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1392977
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1395158
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III. 
ADRIAN 
LUDWIG 
RICHTER. 
 mag wenige Künstler geben, welche dem un- 
 w mittelbaren Verständnis, wie es die Kunst erstrebt 
1' oder erstreben sollte, so sehr entgegen kommen 
wie Ludwig Richter: einer Erklärung seiner Werke bedarf 
es daher in dem Sinne nicht, in Welchem eine solche bei 
einem Cornelius notwendig ist. Er wendet sich in der 
Landschaft an unser Gemüt, das ihm gerne in die Stimmung 
folgt, zu der er uns den Weg zeigen will; in seinen Illu- 
strationen ist er ein so vortreHiicher Erzähler, daß es oft 
nicht einmal der Kenntnis der Geschichte, die er illustriert, 
bedarf, um seine Darstellung zu verstehen; in seinen selb- 
ständigen figürlichen Schöpfungen aber entfaltet er mit 
wenig Mitteln des alltäglichen Lebens einen solchen Zauber 
anmutigster Erscheinung bei größter Einfachheit des Gegen- 
standes, daß gerade hier am wenigsten eine Einzelerklärung 
notwendig wäre: sie wird überhaupt gar nicht gesucht  
ein jeder versteht den Künstler und wird sein Freund, ohne 
daß er eines Vermittlers bedarf. 
Ganz anders verhält es sich mit Richters Auftreten in 
der Entwickelung der neueren deutschen Kunst. Hier tritt 
seine persönliche Entwickelung in so eigenartiger YVeise in 
Beziehung zu der Gesamtentwickelting der Malerei, hier hat 
er nach mancher Seite hin so bedeutend und folgenreich 
eingegriffen, daß das Verständnis seiner künstlerischen 
Erscheinung nur im Spiegel seiner Zeit und ihrer Bestre- 
bungen möglich ist, wenn man über die landläufigen Be- 
gritfe hinausgehen, auf den Grund dringen und aus der
        

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