Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über Kunst, Künstler und Kunstwerke
Person:
Valentin, Veit
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1392977
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1395030
X60 Pmurp Vmr. 
Durch diesen Auftrag wurde Veit zunächst gehindert, 
an der den Genossen inzwischen gewordenen zweiten 
großen Aufgabe, der Ausschmüclttmg der Villa Massimi, 
teilzunehmen. Als aber Cornelius seiner Berufung nach 
Deutschland folgte, trat Veit für ihn ein und übernahm 
die Ausführung der Decke im Dantes-aal, von welcher das 
StadePsche Institut eine Aquarellskizze besitzt (Vgl. bei 
Dohme, a. O. S. 59 H). Eine besondere Bedeutung 
nimmt das Altarbild in einer Seitenkapelle der Kirche S. 
Trinilä de' 1110121! zu Rom in Anspruch, eine Madonna, über 
deren Haupte zwei Engel die Krone des ewigen Lebens 
halten. vDieses Bild, in Öl auf Goldgrund gemalt, ist 
von so außerordentlicher Schönheit und von einem so 
unberührt heiligen Sinne, dabei so vollendet in Zeichnung, 
Ausdruck und Ausführung, daß man vor einem Werke 
alter, beglückter Zeiten zu stehen meinte (E. Förster IV, 
S. 222)  Welchem begeisterten Urteil eines Mitstrebenden 
wir uns insofern anschließen, als in der That in diesem 
Bilde, wie in dem später geschaffenen nHeiligen Georgu 
zu Bensheim, Veit das Höchste erreicht hat, was er seiner 
Natur nach auf dem Gebiete des Heiligenbildes erreichen 
konnte und was überhaupt dieses die eigene Zeit bei Seite 
setzende Zurückgreifen in die Vergangenheit dem Künstler 
gestattete (beide Werke abgebildet in meiner Abhandlung bei 
Dohme, a. O. S. 145 und 149). Das zweite, in seiner Art 
höchst vollendete Bild gehört jedoch schon einer neuen 
Epoche im Leben des Malers an, welche die Folge einer 
bedeutsamen Wendung seiner Stellung im Leben und in 
der Kunst war, seiner Berufung nach Frankfurt am Main 
als Direktor des Städekschen Institutes. 
Das Städellsche Institut (vgl. meine Darstellung seines 
XVerdens und Wachsens in dem Werke: Die Städehsche 
Galerie zu Frankfurt am Main in ihren Meisterwerken älterer 
Malerei. Zweiunddreissig Radierungen von j. Eissenhardt. 
Text von VeitValentin. Leipzig,E.A. Seemann, 1877), welches 
damals nach den ersten stürmischen Zeiten seines Existenz- 
kampfes, von dem ganzen jugendeifei" und der Freude über die 
endlich errungene gesicherte Stellung erfüllt,nach allen Seiten 
hin seine Kraft zu entfalten und den Absichten des Stifters
        

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