Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über Kunst, Künstler und Kunstwerke
Person:
Valentin, Veit
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1392977
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1394969
PHILIPP 
VEIT. 
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hielt sich dafür noch nicht reif genug und wollte sich trotz 
des guten Rufes, der schon nach Rom von ihm gekommen 
war (a. O. II, S. 58), noch besser vorbereiten. vEr hat 
es unternommen an der Quelle, am Nachbilden und An- 
schauen der Natur sein Studium zu beginnen und dann 
erst die Antike und die alten Italiener und Rom kennen 
zu lernena (a. O. II, S. 66). Zunächst widmet er sich dem 
Porträt, das er für die nGrundlage der historischen Malereia 
erklärt (S. 68). Aber noch sollte sein Fortschreiten in 
Leben und Kunst nicht ohne Unterbrechung bleiben. Es 
kam das Jahr 1813 und mit ihm die praktische Bethätigttng 
der gerade in den gebildeten Kreisen so lange genährten 
Vaterlandsliebe, der Liebe zu dem einigen, großen Deutsch- 
land, welches die Freunde des Mittelalters als ein seit jener 
Zeit verlorenes Gut beklagt und nach dessen Glanz und 
Macht sie sich zurückgesehnt hatten. Wie hätte da Veit 
zurückbleiben mögen! Nachdem am 15. März Körner zum 
Eintritt in das Heer von Wien abgereist war, ging Veit 
zusammen mit EichendorPr anfangs April nach Breslau, die 
Romantiker und der Klassiker, aber, gleichsam in ihrem 
Schicksal die nächste Zukunft vordeutend, die Romantiker 
zum Siege, der Klassiker zum Tode! Veit und Körner 
traten bei den Lützowern ein. Veit fühlte sich bei diesen nicht 
an der rechten Stelle (a. O. II, 180) und trat daher während 
des YVaffenstillstandes zu den reitenden Jägern des Branden- 
burgischen Kürassier-Regiinentes im V. Kleisüschen Armee- 
korps über. Und welche merkwürdige Fügung! Hier war 
sein Vorgesetzter der romantische Dichter de la Motte 
Fouque, unter dessen Führung er die Schlachten bei Dres- 
den, Culm und Leipzig mitmachte. Hier zeichnete er sich 
bei Whchau so aus, daß er an des erkrankten Fouqtie 
Stelle zum OHizier ernannt ward (S. 255) und daß ihm, aller- 
dings erst sehr viel später, 1838, das eiserne Kreuz zuteil 
wurde. Mit dem siegreichen deutschen Heere zog er als 
Schxxtadronsführer in Paris ein. De la Motte Fouque schildert 
in seiner Selbstbiographie den jungen Kämpfer, der ihm 
bald ein Freund geworden, als nklar und heiter wie der 
Frühling, ernst und sinnig wie der Herbsta und kann 
nicht genug betonen, von welchem Segen dieser jtingling
        

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