Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das erste Jahr des Zeichenunterrichts
Person:
Reichhold, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1391971
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1392464
Der niedere und schmale Fuss der Kanne ist durch eine starke 
Einziehung von dem eiförmigen Bauche getrennt. Der Hals, in 
der Breite des Fusses, ist unten cylinderförmig und bildet oben 
durch eine kleeblattartige Ausbiegung einen praktischen und dabei 
sehr zierlichen Ausguss. Der einfache Henkel, der eine leichte 
Handhabung der Kanne erlaubt, ist gesondert hergestellt und am 
Bauche und obern Rande des Gefässes angenietet. 
Fig. 11. (Mus. Etr. Gregor.) Auf dem kleinen, schalenförmigen 
Bauche sitzt ein niederer, eingezogener Hals; am überfallenden 
Rande ist ein Stiel befestigt, der an seinem Ende anmutig umbiegt 
und in einen Vogelkopf ausläuft. Ähnliche Endigungen gehen 
schon auf die frühesten Zeiten zurück. Das älteste derartige 
Beispiel findet sich an ägyptischen und chaldäischen Königssesseln, 
deren Füsse in Löwentatzen oder Stierklauen endigen. Stangen 
und leistenartige Vorsprünge verzierte das Altertum gewöhnlich 
mit Tier-köpfen. Die Henkel der Gefässe gehen oftmals in den 
Vorderteil eines Tieres über, das seine Tatzen auf dem Bauche 
oder Rande des Gefasses aufsetzt. Das Enden in senkrechte Richtung 
wird fast stets durch eine zierliche Blütenkrone oder eine spitz- 
zulaufende Knospe hervorgehoben.
        

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