Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das erste Jahr des Zeichenunterrichts
Person:
Reichhold, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1391971
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1392274
Man teilt das Steinalter gewöhnlich in ein älteres, in dem 
die Steinwerkzeuge nur roh zugehauen (paläolithisches), und ein 
jüngeres (neolithisches), in dem dieselben mit glatter oder polierter 
Oberfläche versehen wurden. Eine scharfe Trennung ist jedoch 
nicht möglich, weil es erwiesen ist, dass auch in der jüngeren 
Zeit die ungeschlifenen Werkzeuge im Gebrauch bliebenß) 
Ein kultureller Aufschwung ist in der Zeit dieser unhand- 
lichen Steingeräte, zu denen noch solche aus Knochen (Nadeln, 
Lanzenspitzen u. s. w.) treten, nicht wahrzunehmen; erhalten sind 
uns ausser den Werkzeugen selbst eben auch nur Töpferwaren, 
einige Flechtereien und Spinnwirtel, die für die spätere Steinzeit 
auf Weberei schliessen lassen. Von dem Haus- oder Hüttenbau 
sind uns nur die Röste der Pfahlbauten bekannt, welch letztere 
heute noch in vielen Ländern der Erde, auch auf dem trockenen 
Lande, der Nässe und dem Ungeziefer auszuweichen, aufgeführt 
werden. In den Annalen des naturhistorischen Museums zu Wien 
(Band III) findet sich von Dr. Fintsch eine sehr anschauliche 
Schilderung eines solchen Pfahlbaudorfes auf Neu-Guinea. 
1) Von Steingeräten besessen einzelne Völker von Neu-Seeland 
sowohl geschlagene, als auch polierte, so dass man also in Wahrheit 
sagen kann, sie leben in einer Periode, in der die paläolithische und 
neolithische miteinander verbunden sind. 
S chm e 1 z , Museum Godefroy.
        

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