Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1388215
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scheint Euch, so lasst sie nur retiriren, ohne grausam den 
Kampf fortzusetzen, wenn lhr nicht etwa den Zweck hättet, die 
Künste ganz von einander abzusondern. Das wäre sehr wohl- 
gethan, obschon ich es für besser hielte, wenn man damit wir- 
tete, bis es Gott gefiele, dass ich selbst zugegen Sei, Denn ich 
möchte nicht blos den Versuch machen, die besagten Künste 
zu trennen, sondern zu gleicher Zeit auch im Senat den Adel 
der Malerei beweisen, so dass sie nach Kenntnissnahme der 
Anordnungen, womit ich diese Kunst regeln möchte, nicht 'blos 
gezwungen sein würden, dieselbe für edel zu erklären, sondern 
ich möchte ihr auch eine solche Verfassung geben, dass nicht 
jeder Lump aus dem Volke zugelassen würde und sie auf gute 
Manier allmälig in die Hände der Vornehmen zurückführen. Da 
ich indess abwesend bin, so kann ich nicht mehr thun, und so 
überlasse ich Euch das Ganze. Unterlasst nicht, wie lhr mir 
schreibt, jeden Weg zu versuchen, sie unter sich uneins zu 
machen, oder Einige von ihnen auf unsere Seite zu ziehen. 
Denn auf diese Weise liesse sich der ganze Streit ohne Schwie- 
rigkeit gewinnen. 
Es ist mir sehr lieb gewesen, dass der Corte sich so ple- 
bejischen Statuten widersetzt hat und so, scheint es mir, müsse 
jeder Mann von Ehre handeln. Macht ihm meine Empfehlungen. 
In Pisa habe ich einen Kopf von seiner Hand gesehen; es war 
das Porträt eines Alten aus Genua, ich glaube der Grossvater 
von Giulio Sale, und derselbe hat mir ungemein gefallen. 
Der bei Bottari VI. 79 abgedruckte Brief, über dessen 
Veranlassung oben schon das Nähere beigebracht ist, zeigt im 
Anfang eine Lücke, die schon Bottari durch den Namen eines 
gleichzeitigen genuesischen Künstlers B ernard 0 Castello aus- 
gefüllt hat. Dieser war ein Maler von nicht geringerer Bedeu- 
tung als Paggi selbst; als Schüler Seminfs und Cambiasds der 
Stolz der genuesischen Schule und durch die Freundschaft her- 
vorragender Männer nicht minder geehrt, als jener. Gio. BatlSta 
Marini, der Freund Paggfs, hat auch ihm öffentlich Lob 865W?"- 
llet; Gabriel Chiabrera aus Savona, einer der hervorragendste"
        

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