Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1388174
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sich um so feinere Kenner dünken, je nach Maassgabe ihrer 
Reichthümer und ihres RangeS, S0 erachten sie Alles für schön, 
was den Anschein der Neuheit hat und auf die Ueberrasehung 
berechnet ist. Gesegnet sei dies Land hier, wo Jeder an seine 
eigenen Geschäfte denkt; und ich kann Ihnen sagen, dass, wenn 
nicht die Campi wären, die alle Arbeiten in Anspruch nehmen 
möchten, es hier kaum einen bescheidenen Künstler geben 
würde, der nicht sein Stück Arbeit hätte. 
Ich empfehle mich Ew. Hochw. Herr]. und küsse Ihnen 
die Hand. 
Bottari VII. 514. Der im Eingange des Briefes genannte 
Kardinal ist Alessandro Farnese, Sohn Pier Luigi's (Künstler- 
Briefe l. p. 172) und Neife Papst Paul's lll., den wir schon als 
Gönner Tizian's kennen gelernt haben (s. ebd. p. 306. 307) und 
der später die Gallerie seines Palastes von den Caraecfs aus- 
malen liess. Von diesem war auch Zuccaro auf Vermittelung 
des Monsignor Cesarini nach Rom berufen worden, wie sich 
aus einem Briefe unseres Künstlers an Sgr. Brignole (Pavia, 
2. Aug.  bei Bottari VII. 515 ergiebt; schon der ältere und 
früher verstorbene Bruder, Taddeo Zuccaro, war von diesem 
kunst- und prachtliebenden Kardinal begünstigt worden, und 
auch Federigo spricht in dem letzterwähnten Briefe seine be- 
sondere Ergebenheit gegen das Haus Farnese aus, dessen Ge- 
schichte er in Gemeinschaft mit dem Bruder schon früher im 
Palazzo Caprarola gemalt hatte.  Der im Briefe erwähnte Ca- 
ravaggio ist der bekannte Begründer der naturalistischen Schule 
M. A. Amerighi da Caravaggio. S. d. Einleitung. 
GIOVANNI 
PAGGI. 
BATISTA 
Aus einer alten angesehenen Familie von Genua stammend 
war Gio. Batista Paggi (1554-1627) von seinem Vater zum Han- 
del bestimmt worden. Nur verstohlen konnte er seiner Lieb- 
haberei zur Musik  er ist der Erfinder der Theorbe gewesen  
so wie zur Zeichnenkunst nachhängen, bis der Tod seines Vaters 
ihm in seinem fünfundzwanzigsten Jahre die Freiheit gab, SICh 
2!
        

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