Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1388006
Andern als eine zu lange Frist erscheinen, und sie würden 
glauben, das Bild niemals fertig zu sehen, und anderes der- 
gleichen mehr. Deshalb sollte ein Jahr festgesetzt werden, wo- 
bei ich mir jedoch alle Zeit, die nöthig wäre, lassen sollte. Ich 
erklärte mich damit zufrieden, indem ich meinte, sie möchten 
ganz nach ihrem Belieben schreiben, ich aber würde mir die 
nöthige Zeit nehmen und mich bemühen, so sehr als ich es ver- 
möchte, das Werk zu einem guten Ende zu bringen, wobei ich 
ihren Herrll. versprach, vor Vollendung desselben mich auf kein 
anderes Unternehmen einzulassen. Und das habe ich auch ge- 
halten und Eww. Herrll. können überzeugt sein, dass ich das 
Bild nicht nur in einem Jahre, sondern sogar in sechs Monaten 
und vielleicht in noch kürzerer Zeit hätte fertig machen können, 
wenn ich gewollt hatte. Aber ich schätze meine Ehre um vieles 
höher, als das Geld, das mir Jene versprochen haben. Und wenn 
es Ihnen doch zu lange erscheint, noch bis zum Frühjahr zu 
warten, wie ich es Ihren Vorgängern gemeldet habe, so können 
Sie immer den Weg angeben, auf welchem das Bild dorthin 
gebracht werden soll; denn es kann jetzt auch fertig sein, und 
ich fürchte nicht, in meinem Bestreben, zu viel zu thun, nichts 
geleistet zu haben, indem ich an dem Werke doppelt so viel, 
als ich versprochen hatte, gearbeitet habe 1). Doch Geduld, wenn 
es nicht so, wie Sie es gewünscht hatten, beendet ist, so müssen 
Sie es mir verzeihen, um meiner Krankheit und meines Unglücks 
willen. Und was die Gelder betrifft, die ich gefordert habe, so 
mögen Eww. Herrll. dieselben schicken, Wenn es lhnen so gut 
dünkt; wo nicht, so mögen Sie das thun, was ich Ihrer Meinung 
nach durch meine Nachlässigkeit verdiene, und ich werde des- 
halb nicht unterlassen, wie bisher, so auch ferner der wohlge- 
neigte Diener Eww. Herrll. zu bleiben, denen ich hiemit die 
Hand küsse. ' 
l) Che sarä anco finita hora et dubito oerto ehe p(er) haver voluto 
far {roppo non haro fatto niente havendo fatto nel op(er)a el doppio di 
quelle che io pwmlsl- y
        

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