Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1391470
349 
ich setze mein Testament hiermit auf und bestimme und befehle 
wie folgt: 
Erstens. Ich befehle meine Seele Gott, dem Herrn, der 
uns durch sein Blut erlöset hat, und den ich demüthig bitte, 
dass er mir in seiner Gnade vergeben möge. Sollte er in seiner 
Barmherzigkeit mich aus dem Leben abrufen, so wünsche ich, 
dass mein Körper in dieser Parochie bestattet, und bei dieser 
Gelegenheit für meine Seele das herkömmliche Bequiem gesun- 
gen werden möge. Meiner Familie überlasse ich die Anord- 
nungen bei meinem Begräbnisse. 
Ferner wünsche ich, dass für meine Seele 400 Messen 
gelesen werden; der vierte Theil in meiner Parochie; 100 in 
dem Kloster der gnadenreichen Mutter Gottes, und der Rest in 
den Kirchspielen, wo es meinen Erben beliebt. Aus meinem 
Nachlasse sollen die Kosten bestritten werden. 
Ferner. Den Mandas forzosas  dem Hause von Sant 
Jerusalem und den im Allgemeinen berücksichtigten Anstalten, 
soll man einer jeden 8 Maravedis auszahlen. 
Ferner. Ich erkläre, dass ich Erbe von Maria Murilla 
meiner Nichte war, Wittwe von Francisco Ferron, und sich aus 
dieser Erbschaft noch in meinem Besitze zwei silberne Leuchter, 
zwei Löffel und vier Gabeln befinden, und sechs mit Silber ver- 
zierte Tässchen. Diese Gegenstände, die mein Sohn D. Gaspar 
Esteban Murillo kennt, sollen verkauft und aus deren Erlös 
Messen für die Seele der gedachten Maria von Murillo gelesen 
werden, die Hälfte im Kloster San Antonio, die andere Hälfte im 
Kloster der gnadenreichen Mutter Gottes. 
Ferner. Ich erkläre, dass sich in meinem Besitz 50 Du- 
katen befinden, welche mir die genannte Maria von Murillo hin- 
terliess, damit sie nach meinem Tode an Manuela Bomera aus 
der Stadt Bollullos fielen. Dies soll nunmehr geschehen. 
Ferner. Ich erkläre, dass mir Andres de Campo, Schrei- 
ber in Pilas, 2000 Realen vellon schuldet 1), nämlich vierjährige 
l5O Thaler 
preuss.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.