Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1391166
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mich dessen in der Zukunft bedienen zu können. Aber das ge- 
stehe ich Euch jetzt und für immer, dass es eine schönere Seele 
als die Eure nicht auf der Welt giebt, so wahr Gott lebt! 
 In Bezug auf die Dekorationsmalereien werdet Ihr bedient 
werden, namentlich was die Waldparthien betrifft, die ich selbst 
zu machen habe; und auch von den andern, hoffe ich, sollt 
Ihr befriedigt werden, indem ich diesen Morgen einen tüchtigen 
Perspektiv-Maler aus lllailand darum ersucht habe. Die der 
Landschaften könnte ich Euch in "der nächsten Woche schicken, 
indess muss man doch die Gelegenheit der andern Stadtdeko- 
ration abwarten, um Alles zusammen zu schicken. Gebt mir 
Nachricht, 0b Ihr den Sommer in Florenz zubringen werdet, 
mir scheint dies ein viel besserer Aufenthalt als Pisa zu sein. 
Der P. Cavallo ist zu mir gekommen, und nach vielerlei Ge- 
sprächen sagte er mir: wIch weiss bestimmt, dass Niemand 
Euch in höherem Grade wohl will, als Herr Ricciardi, denn er 
spricht mit zu grosser Zärtlichkeit von Euchn  denkt Euch 
also nun selbst, ob ich mich bei solchen Versicherungen nicht 
äusserst wohl fühlen muss. 
Von unserm Freunde Cordini werdet Ihr den Willen des 
Signor Volunnio hören, der mich zum Druck auffordert, aber 
erst noch einmal alle meine Satyren hören möchte. Nun aber 
müsst Ihr noch erfahren, bis zu welchem Grade die Zuneigung 
eines mir befreundeten Advokaten gegangen ist, der es ver- 
suchen wollte, meinen Process vor die Rota zu bringen, und 
sich mit dieser aussergewöhnlichen Sache unsterblich zu machen; 
aber ich habe ihm davon abgeredet und ihn gebeten, nicht da- 
von zu sprechen. Und gewiss ist dies ein Mann von treiflichen 
Sitten und auf dem Wege, an diesem Hofe die erste Stelle 
zu erlangen. Es ist der Advokat Serroni, mein_sehr lieber, 
lieber Freund. 
plhr habt mir noch immer nicht die Idee zu dem Bilde 
geschickt und doch habe ich Euch mehr denn einmal darum 
gebeten. Ich bitte Euch, lasst mich nicht im Stiche, indem ich 
es zum Feste herstellen möchte. Es ist mir lieb gewesen, dass
        

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