Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1390993
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zum Louvre, und bittet ihn, demselben die Erlaubniss zu einer 
Reise nach Frankreich zu geben, um den Palast zu vollenden. 
Da darin die eifrigsten Anhänger des Papstes zu wohnen hätten, 
Würde er gewiss diese Gnade haben. Papst Alexander antwor- 
tete, trotzdem, dass er Bernini selbst dringend nöthig hatte beja- 
hend in seinem Breve vom 23. April 1665. Bottari V. 9,4496. 
Bernini ging nach Paris, wo er mit den grössten Ehrenbezeu_ 
gungen empfangen wurde. Sein Projekt zur Fagade des Louvre 
wurde indess später durch das von Perrault ersetzt. 
PIETRO BERRETTINI 
an 
CASSIANO DEL Pozzo. 
20. December 1645. 
Florenz, 
Bei Gelegenheit des heiligen Weihnachtsfestes, welches 
ich Ew. Herr]. reich an allem Glück wünsche, erlaube ich mir 
Ew. Herrl., wie es meine Schuldigkeit ist, die Versicherung 
zu geben, wie hoch ich Sie verehre und wie sehr ich Ihnen für 
so viele genossene Wohlthaten zu Dank verpflichtet bin. Ich 
muss mich selbst anklagen, dass ich nicht so pünktlich den Rath- 
schlägen nachgekommen bin, die mir Ew. Herr]. gegeben hat 
und welche dahin zielten, dass ich mich nicht mit architektoni- 
Dingen befassen sollte. Indessen waren die Verhältnisse der 
Art, dass ich nicht nein sagen konnte. Ich habe so eben das 
Modell einer Kirche für die Vater der Chiesa nuova von hier 
vollendet und der Bau ist auch schon begonnen. Ich sehe wohl 
ein, dass darin der Grund der Verzögerung liegt, dass ich nicht 
früher als jetzt mit dem Zimmer für Seine Hoheit fertig gewor- 
den bin. Bei dem, welches ich jetzt beginne, habe ich halb das 
Gelübde gethan, mich in keine Verwickelungenl) einzulassen, 
indem ich mich oftmals des heilsamen Rathes Ew. Herrl. er- 
innerte  jedoch konnte ich den Gönnern gegenüber nicht 
In quesiß, ßhß ora oomincio, ho mezzo fatto voto di non voler intrighi.
        

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