Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1390893
2311 
sammlung die Würde eines Ehren-Rathes (eonseiller honoraire) 
bekleidete. Herr Errard beklagte sich bei der Gesellschaft, daSS 
Herr Bosse eine Abhandlung über die Proportionen der antiken 
Statuen herausgegeben hätte, Wßlßhe nach seinen (Errard's) 
Zeichnungen genommen wären. Herr Le Bicheur, der zur Aka- 
demie gehörte, und der eine Abhandlung _über die Perspektive 
herausgegeben, hatte ähnliche Klagen, die er mit denen des 
Herrn Errard vereinigte. Dieser Streit hatte zur Folge, dass 
Herr Bosse von der Körperschaft der Akademie ausgeschlos- 
sen wurden. 
Poussm 
NICOLAS 
an 
HILAIRE PADER. 
ROma 
30. Januar 1654. 
Mein Herr! Vor einigen Tagen habe ich ein Päckchen er- 
halten, welches Sie mir von Monaco aus geschickt haben. Man 
hat mir dasselbe ziemlich spät eingehandigt, umsomehr als ich 
alle meine Angelegenheiten in Stille und mit Bequemlichkeit 
betreibe, und mich deshalb der Postmeister nicht gut kannte. 
Nachdem ich dasselbe nun geöffnet und die Verse Ihrer w reden- 
den Malerkunsta gelesen hatte, fand ich mich Ihnen auf mehr- 
fache Weise verpllichtet. Zunächst muss ich Ihnen dafür dan- 
ken, dass Sie meiner zu verschiedenen Zeiten und an verschie- 
denen Orten gedacht haben, von welchen aus Sie Briefe an 
mich richteten; diese sind mir aber niemals zugestellt worden, 
denn sonst würde ich nicht ermangelt haben, unverzüglich 
darauf zu antworten; sodann muss ich Ihnen für die Ehre 
meinen Dank sagen, die Sie mir erweisen, indem Sie meines 
Namens in Ihrer Dichtung Erwähnung thun, obschon Sie mich 
mehr verpllichtet hätten, wenn Sie in weniger prächtigen und 
mehr meinem geringen Verdienst entsprechenden Ausdrücken 
von mir gesprochen hätten. Ich betrachte dies als eine Folge 
der Zuneigung, die Sie für mich hegen, und bin Ihnen unend- 
lich dankbar dafür. Es ist nicht nöthig, dass Sieysich die Mühe
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.