Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1390735
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Arbeiten noch nicht bezahlt worden bin. Wenn Sie mir in die- 
ser Sache zu Hülfe kommen könne", S0 hoffe ich, gegen Aller- 
heiligen in Frankreich zu sein; wenn aber die Ungerechtigkeit 
den Sieg über das gute Recht und die Vernunft davonträgt, so 
werde ich Grund haben, mich über den Undank meines Vater- 
landes zu beklagen und gezwungen sein, wie ein Verbannter oder 
Verstossener fern von meiner Heimath zu sterben. Weiter will 
ich Sie aber mit diesem Gegenstande nicht behelligen, sondgyn 
darüber schweigen, bis Sie mir ein paar Worte darauf geantwor- 
tet haben. 
Ich bin noch immer damit beschäftigt, einige schöne antike 
Marmorbüsten aufzusuchen, glaube aber am Ende, dass Sie sich 
mit dem, was mir bisher vorgekommen, werden begnügen müssen, 
indem es unmöglich ist, Alles, was man haben möchte, zu erhal- 
ten. Ihr Bild der Firmelung lasse ich in seinem jetzigen Zu- 
stande, bis die Jahreszeit wieder zum Arbeiten bequemer ist; der 
Anfang dieses Sommers erschreckt uns, indem die Hitze plötzlich 
übermässig gross geworden ist. Wir haben in unserer Stadt hier 
jetzt den guten Herrn Dufresne, von der Druckerei, der sich 
wohl befindet. Gestern Abend, als wir mit einander plauderten, 
sagte er mir, dass Sie Lust hätten, Rom noch einmal wiederzu- 
sehen. Ich bitte Gott, dass dies vor meinem Ende geschehen 
möge, damit ich noch einmal das Glück Ihrer Gegenwart ge- 
niessen kann. 
Ucbrigens bitte ich Sie, mein Herr! inständigst  sollte es 
sich ereignen, dass man für die  .  die Sie wissen, etwas 
Geld von denen erhalten könnte, die sie zu besitzen wünschen, 
so verhindern Sie doch gar nicht, dass dies geschehe; Sie wer- 
den damit auf ewig verpilichten Ihren ergebensten und gehor- 
samsten Diener Poussin. 
N. S. Ich küsse mit grösster Ergebenheit die Hand Ihres 
Herrn Bruders, des Herrn von Chantelou, dessen wohlgeneiä- 
tester Diener ich bin.
        

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