Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1390659
gung will er diejenigen zum Schweigen bringen, deren vermes- 
sene Zunge sich nicht entblöden würde, selbst den Himmel Zn 
beleidigen, und zugleich der Nachwelt einen glänzenden Beweis 
der Achtung hinterlassen, die er sich erworben hat; es ist dies 
eine Gunst, die Sie ihm zu erweisen im Stande sind_ 
Auch der gute Ferrari schwebt in der Erwartung von Mon- 
seigneurs Befehl wegen der Widmung seines Buches der Hespe- 
riden an den König; Sie haben darin so grosse Hoffnungen er- 
regt, dass es gestattet ist, es in's Gedächtniss zurückzurufen. 
Wenn es Ihnen, mein Herr! genehm wäre, mir ein Wörtchen 
zur Antwort zu geben, so würden Sie die grösste Genugthuung 
Ihrem Diener gewähren, der bereit ist, Ihnen auf ewig zu dienen. 
N. S. Ich habe gehört, dass sich zu Narbonne, an einer ge- 
wissen Stelle der Stadtmauer, ein Basrelief von vortreiflichem 
Styl befände: Sie könnten Erkundigungen darüber einziehen. 
Lettres du Poussin p. 82. Wir sehen hier den offenen 
Ausbruch der Unzufriedenheit, die sich P0ussin's in Folge vieler 
Misshelligkeiten bei seinen Arbeiten bemächtigt hatte. Um die 
weitere Verwickelung und den endlichen Bruch dieses Verhält- 
nisses zu verstehen, in dem sich Poussin nicht länger glücklich 
fühlen konnte, ist zunächst ein Brief zu beachten, den derselbe 
am 24. April desselben Jahres ebenfalls an seinen Gönner, Herrn 
von Chantelou, richtete. 
vMein Herr!" heisst es darin, Lettres du Poussin p. 86. 
vDie Briefe, mit denen Monseigneur und Sie die Güte gehabt 
haben, mich zu beehren, und selbst diejenigen, welche Mon- 
Seigneur an Herrn De Chambray, Ihren Bruder, geschrieben hat, 
haben mich veranlasst, ohne Weiteres an Monseigneur einen 
Brief zu richten, der in der That wenig künstlich, aber voll 
von Offenheit und Wahrheit war. Ich ersuche Sie als meinen 
freundlichen Beschützer auf das Inständigste, wenn Monseigneur 
denselben etwa zu stark gewürzt finden sollte, ihn mit dem 
Honig jener Ueberredungsgabe zu vcrsüssen, die Sie so gllt 
anzuwenden wissen. Sie werden, glaube ich, sehen, was dal'- 
selbe enthält, und mir die Gunst gewähren, mit einem Wßfte 
darauf ZU antworten, wenn Sie anders der Meinung sind, dass 
er dies verdiene. Ich habe mit Herrn Lemaire, meinem guten
        

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