Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1390531
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darauf aufmerksam machen, dass er nur keine weniger tüchtige 
dazu erwähle, als die, welche in Frankreich leben; denn ich 
fürchte, dass die guten nicht gehen werden, wohl aber einige 
Dummköpfe, in Betreff deren die Franzosen in starkem Irrthum 
befangen sind: und möge Gott darüber wachen, dass, anstatt 
dass man dort die wahre Malerei bekannt mache, nicht gerade 
das Gegentheil davon geschehe. Was ich sage, sage ich als 
ehrlicher Mann 1). 
Lettres du Poussiu p. 9.  Am 18. Januar 1639 hatte 
Ludwig XIII. an Nicolas Poussin von Fontainebleau aus das 
nachfolgende Schreiben erlassen: 
uTheurer und wohlgeliebter! Da Uns durch einige Unserer 
nächsten Diener ein Bericht über die Anerkennung erstattet 
worden ist, die Ihr Euch erworben habt und über die hohe 
Stellung, die Ihr unter den berühmtesten und vortreiflichsten 
Malern von ganz Italien einnehmt, und da Wir in Nacheiferung 
Unserer Vorfahren wünschen, so viel als möglich zum Schmuck 
und zur Verzierung Unserer königlichen Hauser durch Beru- 
fung derjenigen beizutragen, welche sich in den Künsten aus- 
zeichnen und deren Tüchtigkeit sich da, wo sie am meisten ge- 
ehrt scheinen, bekundet: so schreiben Wir Euch diesen Brief, 
um Euch zu sagen, dass Wir Euch zu einem Unserer ordent- 
lichen Maler erwählt haben und Euch von jetzt ab als solchen 
halten und in dieser Eigenschaft beschäftigen wollen. Zu diesem 
Zwecke ist es Unser Wille, dass Ihr Euch nach Empfang des 
Gegenwärtigen anzuschicken habt, hierher zu kommen, wo die 
Dienste, die Ihr Uns leisten werdet, ebenso geehrt werden sollen, 
als Eure Werke und Euer Verdienst es an den Orten sind, wo 
lhr Euch jetzt befindet. Dem Herrn De Noyers aber, Rath in 
Unserem Staatsrath, Geheimsehreiber Unserer Befehle und Ober- 
Aufseher Unserer Gebäude, tragen Wir auf, Euch noch naher 
von der Achtung zu unterrichten, in der Wir Euch halten und 
von dem Nutzen und dem Vortheil, die Wir gewillt sind, Euch 
angedeihen zu lassen. Gegenwärtigem wollen Wir nichts mehr 
hinzufügen, ausser der Bitte, dass Gott Euch in seiner heiligen 
Obhut erhalten. 
sehr wohl 
ich weiss 
Denn 
Sacu 
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3GB 
qu'il y 
3GB
        

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