Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1390521
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das Uebrige, werde ich Ihnen, so Gott will, mitbringen. In dem 
Briefe, den mir Herr De Noyers in Bezug auf meine Bedingungen 
geschrieben hat, hat er eine vergessen, die mit zu den wesent- 
lichsten gehört; denn ausser von der Reise und meinem Gehalte, 
spricht er gar nicht davon, ob und wie mir meine Werke bezahlt 
werden sollen. Ich glaube nun wohl, dass er es so meint; da 
ich aber doch darüber etwas in Zweifel geblieben bin, so würde 
ich nie davon zu einem Andern, als zu Ihnen, zu sprechen 
wagen. Deshalb also bitte ich Sie von ganzem Herzen, mir in's 
Geheim zu schreiben, wie Sie glauben, dass er die Sache ver- 
steht. Im Uebrigen geht meine Angelegenheit gut; wenn ich 
aber an die Wahl denke, die mir besagter Herr De Noyers über- 
lässt, ob ich zu Fontainebleau oder Paris wohnen will, so ziehe 
ich den Aufenthalt in der Stadt dem auf dem Lande vor, wo ich 
sehr freudlos 1) leben würde. Sein Sie also so gut, und bitten 
Sie besagten Herrn in meinem Namen, es möge ihm gefallen, 
irgend ein dürftiges Loch für mich anweisen zu lassen, damit 
ich nur in Ihrer Nähe sein kann. Uebrigens bin ich im Begriff, 
die Feder zu ergreifen, um Herrn De Noyers und unserem guten 
Freunde, Herrn De Chantelou, Dank zu sagen, für welchen Letz- 
teren ich mit grosser Liebe und Sorgfalt arbeite, und auch, mit 
Gottes Hülfe, hoffe, dass er mit meiner Arbeit zufrieden sein 
wird. Ihnen aber bin ich für mein ganzes Leben verbunden. 
N. S. Zwei oder drei Monate vor meiner Abreise werde ich 
Ihnen noch über Verschiedenes schreiben, und wen ich mit mir 
nehmen werde. Denn es melden sich deren Mehrere. Ich werde 
-auch an Herrn De Noyers schreiben, um etwas von dem Noth- 
wendigsten zu meiner Reise zu erhalten 2). Im Uebrigen haben 
Sie nur zu befehlen und Sie sollen bedient werden. Gott erhalte 
Sie so lange im Glücke, bis Sie dessen selbst müde sind. Herrn 
De Noyers müssen Sie, seiner eigenen Ehre halber, in Betreff 
der Maler, denen man nach Frankreich zu gehen aufträgt, 
Däconsolä für das italienische nsconsolato". 
Taucher un peu de vquibus".
        

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