Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1390389
geworden, so war seine Bedeutung für die innere künstlerische 
Entwickelung und den letzten Abschluss derselhenknichlt migizler 
se ensreich. Wir sahen Poussin eifrig mit dem pra tisc en u- 
diäm der antiken Denkmäler in Rom beschäftigt; die theore- 
tische Vollendung dieser Studien verdankte er Del Pozzo, der 
ihn, als einer der ersten Kenner des Alterthums, besser als ir- 
gend wer in den Geist desselben einzuführen im vStande war; 
und wenn wir in Poussin's späteren Werken wirklich das We- 
sen des Alterthums in seiner "ausseren Erscheinung wie in sei- 
ner ganzen Sinnesweise, so weit man dieselbe damals zu ver- 
stehen im Stande war, wiedererkennen, so dürfen wir nicht 
anstehen, den Ruhm dieser gediegenen Durchbildung seinem 
Freunde und Gönner Cassiano del Pozzo zuzuschreiben. 
Damit aber ist nun in der That der Entgvickellungslgalilig 
dieses Künstlers der eine der wesentlichsten igen iüm ic  
keiten des siebzehnten Jahrhunderts zur Erscheinung bringt, 
beschlossen. Wir haben hier nur noch einig]? d?! Hauptg 
Ereignisse seines Lebens anzudeuten; seine eru ung nac 
Frankreich ist weiter unten ausführlich besprochen (Nr. 68.  
ebenso seine Rückkehr nach Italien, zu der ihn ebenso sehr 
die Unzufriedenheit mit seiner dortigen Stellung, als auch die 
süsse Gewohnheit des italienischen Lebens bewogen  
Bei seiner Ankunft in Rom wurde er im Triumph empfangen, 
indem er durch seinen ernsten Sinn niid die damit verbundene 
Freundlichkeit im Verkehr sich die allgemeine Liebe erworben 
hatte. Nun bezog er Wieder sein Haus auf dem Monte Pincio 
und führte wiFder seinlei, ävie Sandrärt sag? vvermöglitiliiaätiläii; 
Lebensweise ort, nac er er sic aus er ewigen 
Pariser Lebens ziirückgeäeliäit läattg: vdnua Ulilt 981112?  
beküminertigund zwar an a en , a er 0c mi Je w 
Geistesii beschäftigt, die Passeri besonders an ihm hervorhebt. 
Gemüthlichem Verkehr und traulichem Gespräch, namentlich 
über Kunstgegenstände, war er sehr zugeneigt. Sandrart erzählt 
aus der Zeit vor seiner Berufung nach Paris, dass er gern mit 
den Fremden verkehrt und namentlich auch ihn häufig besucht 
habe, insbesondere wenn er wusste, Du Quesnoy und den als 
ersten Landschaftsmaler berühmten Claude Lorrain bei ihm zu 
finden. Von allen Fremden von Bedeutung wurde eraufgesiicht, 
und mit den Freunden in Frankreich, namentlich mit Herrn 
von Ghantelou, führte er eine umfassende und nur durch seinen 
Tod unterbrochene Korrespondenz. Ich habe den Charakter 
Seiner Briefe schon, im Gegensatze zu denen von Rubens, zu
        

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