Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1390234
445) 
was Seine Hoheit mir für die zwei Stücke aussetzt, dass ich 
selbiges Geld hier ehestens empfangen möchte, womit mil- ab- 
sonderlich gedient sein sollte. Hierauf erwarte ich, so. es mei- 
nem Herrn beliebt, Bescheid und wünsche Ihrer Familie alles 
Glück und Heil, nebst meinem Gruss. Ihr dienstwilliger und 
ergebener Diener Rembrandt. 
In Eile.  Mein Herr! hängen Sie dieses Stück in ein 
starkes Licht, und so, dass man davon weit abstehen kann, 
so soll sich's am Besten schicken. 
Von den drei obigen Briefen sind der erste und letzte in 
der Zeitschrift: Het Institut, bekannt gemacht worden (Jahrgang 
1843 p. 142); das Facsimile des zweiten dagegen von Wood- 
burn: Catalogue of one hundred original drawings by Sir Ant. 
Van Dyke and by Rembrandt van ltyn, collected by Sir Thomas 
Lawrence, London 1835. Die Uebersetzung ist nach Kolloff 
gegeben. Histor. Taschenbuch für 1854, S. 446-448. Nr.-59 
ist an den Herrn van Zuylichem adressirt, welchem Namen in 
sehr unleserlicher Schrift die Worte wRathr und vCamerarius 
van Syn Hooheit in des Grawen Haaghr hinzugefügt sind. Con- 
stantin Huygens war Herr von Zuylichem, und stand im Dienste 
des Statthalters der vereinigten Staaten, Friedrich Heinrich 
von Orauien, in dessen Auftrag Rembrandt die in den Brie- 
fen erwähnten Bilder gemalt hatte. Huygens ist als einer der 
Begründer des Aufschwunges zu betrachten, welcher nach Errin- 
gung der staatlichen Unabhängigkeit des Landes in der hollän- 
dischen Literatur stattfand. Es ist nicht ohne Bedeutung, dass 
seine poetische Thatigkeit, wie die malerische Rembrandts, sich 
der Schilderung des Wirklichen Lebens zuwendete, in welcher 
Beziehung namentlich seine Charakterbilder, seine Gemälde 
städtischer Sitten und des stilleren Landlebens hervorzuheben 
sind, wie auch die an eine ihm befreundete Dichterin gerich- 
teten Sonette, die wegen der lnnigkeit und Tiefe der Empfindung 
Sowohl, als wegen ihrer schönen Form zu den bedeutendsten 
Erzeugnissen der holländischen Lyrik gezählt werden. 
Dass die Briefe  ein anderer vom Jahre 1636 wird ange- 
führt in dem Catalogue of autograph letters in the colleßüoll 
Donnadieu, London 1851  sich auf dieselben Bilder beziehen, 
ergiebt sich aus dem von Kolloff angeführten Rechnungsver- 
merk: vDen 17. Februar 1639 ist gegen Attestation des Herrn 
iummev-nraere. n. 15
        

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