Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1390188
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war er auch: , sagt Sandrart, nein grosser Liebhaber von allerlei 
Kunstwerken, an Gemälden, Handzeichnungen, Kupferstichen 
und allerhand fremden Seltsamkeiten, deren er eine grosse 
Menge gehabt, deswegen er auch von Vielen sehr hoch geschätzt 
und gepriesen wordem. Eine solche Aeusserung aus einer Zeit, 
in welcher der Besitz grosser Kunstsammlungen eben nicht zu 
den Seltenheiten gehörte, lässt darauf schliessen, wie grosse 
Summen Rembrandt auf die Herstellung der seinigen verwendet 
haben muss, um so mehr als er selbst unbedeutende Sachen mit 
unverhältnissmässig hohen Preisen, einen kleinen Stich von 
Lucas von Leyden z. B. mit 80 Thalern, vierzehn andere Blätter 
mit 1400 Gulden bezahlt haben soll. Dass übrigens für die 
ganze Sammlung nur die äusserst geringe Summe von 4964. 
Gulden eingekommen ist, darf man, wie Kolloff sehr richtig be- 
merkt, nicht als Beweis gegen den wirklichen WVerth derselben 
gelten lassen. Denn einmal lehrt die Erfahrung, dass bei ge- 
zwungenen Verkäufen der Erlös selten mit dem wahren Werthe 
der Sachen in einem auch nur einigermaassen richtigen Ver- 
hältniss zu stehen pflegt; und dann, wenn man diesen Grund 
nicht für die kunstliebenden Holländer jener Zeit wollte gelten 
nennen wir Rafael (ein Kopf und ein Madonnen-Bildchen), Palma veßßhiü 
Giorgione, helio da Novellara, Bassano d. ält. und Annibale Caracci (einä 
Kopie und ein Original). Von Michel Angelo wird „ein Kindchen" genannt, 
aber ohne nähere Angabe, ob darunter eine Statuette oder ein Bild zu 
verstehen sei. Von italienischen Kupferstiehen werden die des Andrea 
Mantegna angeführt, vier Bände von Stichen nach Rafael wahrscheinlich 
von Marc-Anton), fast alle nach Tizian gestochene Blätthr, ebenso die 
Stiche nach Michel Angele, ein Band etwas frivoler Blätter nach verschie- 
denen Meistern: endlich die Stiche der Caracci und des Spagnoletto, so- 
wie (ÄieTnach Guido Beni (in einem Bande) und drei Bände der Stiche 
von  em esta. 
Von heiimischen Meistern werden Bilder aufgeführt von van Eyk, Lucas 
von Leyden, Lucas von Valckenburg und Aertgen von Leyden. Von Spiiteren 
und Zeitgenossen Ilembrandfs: Roland Savery (ein Band Landschafts-Zeioh- 
Billigen); Adrian Brouwer (sechs Bilder und ein Band Zeichnungen); Jan 
Lievensz (zehn Bilder und mehrere Zeichnungen); Herc. Segliers (acht 
Bilder? lhaämann (drei Bilder und ein Buch mit Skizzen); ferner Pinas, 
gerdz" eräre HIäFStODIESEILJ Rembrgndts Säahn TlllJS van Ryn _(drei Bilder), 
er JunoG_  , Äsv. _ansz, imon e Vlieger, Persellis (Percelles, 
mehrere risai- en), ._Vinck und der sonst nichhbekannte Maler Grum- 
mers,_von dem eine Winter-Landschaft genannt wird.  Von den hierher 
gehörigen Kupferstechern nennen wir: Israel von Mekenen; Lucas von 
Leyden; Breughel d. alt.; Hemskerk; Goltzius und Müller (zusammen 
ein Band); BuhenS und Van Dyk; Rubens und Jordaens (ein Band Probe- 
drücke); Floris, Golz und Bloemaerl; Mirevelt (Porträts, zusammen mit
        

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