Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1390126
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je gesehen. Der vorbenannte Baron Canuwe wünscht ein Exem- 
plar davon zu erhalten, und bittet darum, sobald der Druck voll- 
endet Sein Wird, wie denn alle gebildeten Kunstfreunde äusserst 
gespannt auf das Erscheinen des Werkes sind. Noch habe ich 
mir eine Gunst von Ihnen zu erbitten. Da ich ein Portrait des 
Herrn Digby habe stechen lassen, und dasselbe sehr bald aus- 
gegeben werden soll, so ersuche ich Sie ganz ergehenst, mir ein 
Motto anzudeuten, um dasselbe auf die Platte zu setzen. Sie 
würden mir damit einen grossen Gefallen und eine hohe Ehre 
erweisen. Und indem ich mich zu allen Gegendiensten erbiete, 
verbleibe ich für immer Ihr ergebenster Diener. 
Das Facsimile dieses in vlaemischer Sprache sehr unle- 
serlich geschriebenen Briefes (im Britischen Museum) ist von 
Carpenter Pictorial Notices pag. 55 nebst einer englischen 
Uebersetzung mitgetheilt. Eine italienische Uelwersetzung ist in 
Bottariis Raccolta IV. p. 17 aufgenommen, nachdem der Ori- 
ginalbrief in der Ausgabe des betretTenden Werkes vom Jahre 
1694 nebst dem Briefe von Rubens (Nr. 52) und zwei anderen 
von Hugo Grotius abgedruckt worden war. Ueber das Werk 
selbst und den Verfasser vergl. oben S. 202. Der Baron vCa- 
nuwea ist Edward Conway, einer der bedeutendsten englischen 
See-Generale, der zu gleicher Zeit durch eine grosse Liebe zu 
den Studien ausgezeichnet war. Das am Schluss des Briefes er- 
wähnte Portrait ist das von Sir Kenelm Digby, einem ebenfalls 
berühmten Seehelden, das in der Sammlung der nCentum Ico- 
nesa erschienen ist, und zwar mit dem im obigen Briefe erbete- 
nen und Wahrscheinlich von Junius angegebenen Motto wlmpa- 
vidum ferienta. Dass Anton van Dyk, der grösste und Lieb- 
lings-Schüler von Peter Paul Rubens, damals in London lebte, 
darf als bekannt vorausgesetzt werden. Zahlreiche und wichtige 
Aufschlüsse über den Aufenthalt und die künstlerische Thätig- 
keit van Dykis in England gewahrt das schon öfter erwähnte 
Buch von Carpenter Pictorial Notices p. 1- 134. Sein Testa- 
ment voln_4. Deeember 1641 ist abgedruckt ebd. p. 75-77.
        

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