Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1389848
lÖÖ 
Herzogs von Buckingham; so wie bei dem Grafen Arundel eine 
Unzahl alter griechischer und römischer Statuen, die Ew. Herrl. 
bekannt sein werden, indem sie von Johannes Seiden veröffent- 
licht worden sind. Derselbe hat sie auch in sehr gelehrter 
Weise erläutert, ganz entsprechend den Fähigkeiten dieses be- 
gabten und geläuterten Geistes, von dessen Abhandlung wüber 
die Syrischen Gottheitena Ew. Herrl. wohl schon die neue ver- 
besserte und vermehrte Ausgabe gesehen haben wird. Indessen 
wünschte ich, er hielte sich innerhalb der Grenzen des vbe- 
schaulichen Lebensa, ohne sich in die politischen Wirren zu 
mischen, wegen deren er gegenwärtig nebst einigen Anderen 
gefangen sitzt, die man wegen Widersetzlichkeit gegen den 
König im letzten Parlamente angeklagt hat. 
Es befindet sich hier auch noch der Kavalier Cottone, ein 
grosser Alterthumskenner und ausgezeichnet in Wissenschaften 
und Kenntnissen, so wie der Geheimschreiber Bozuel, mit denen 
indess Ew. Herrl. genau bekannt sein und sogar in Korrespon- 
denz stehen wird, wie mit allen ausgezeichneten Männern der 
ganzen Welt. Dieser Letzte sagte mir in den letztvergangenen 
Tagen, dass er die Ergänzung einiger Lücken in der Ausgabe von 
Procops geheimer Geschichte (historia anecdota) besässe und mir 
dieselbe mittheilen wolle; sie bezöge sich auf die Ausschweifun- 
gen der Theodora und sei vielleicht vorn Alemanni aus Beschei- 
denheit und Schamgefühl weggelassen, später aber wieder aufge- 
funden und aus dem Manuskript im Vatikan ausgezogen worden. 
Aus Spanien kann ich Ew. Herrl. nichts Besonderes mit- 
theilen, obschon auch dort kein Mangel an gelehrten Männern 
ist; vdoch gehören sie meist einer strengeren Bichtungl) an und 
sind nach Art der Theologen allzuernst und iinsterr. Die Bi- 
bliothek von S. Lorenzo habe ich gesehen, aber auch nur ge- 
sehen. Indessen ist ein gewisser Kavalier, genannt Don Fran- 
cisco Bravo, nach Flandern gekommen, der von einer unzähli- 
gen Menge von Manuskripten Abschrift nehmen lassen und mir 
Severioris Minervae.
        

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