Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1389795
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Und 111.111 wünsche ich Ihnen noch in gutem Deutsch ein 
gutes und fröhliches neues Jahr, Ihnen so wie meiner Dame, 
lhrer Hausfrau und Ihrer Familie 1). 
Gachet Lettres p. 221. Der Zweck von Rubens' Sendung 
nach Madrid Waren die Friedens-Unterhandlungen mit England, 
für welche es keinen besseren Vermittler geben konnte als Ru- 
bens, dessen Haupt-Augenmerk auf die seinem Vaterlande 
durchaus nöthige Erhaltung und Wiedergewvinnung des Frie- 
dens gerichtet war. Deshalb hatte ihn Isabella schon im Jahre 
1628 nach-Holland gesendet, um dort mit Balthasar Gerbier, 
Maler und Baumeister KarPs I., so wie dessen Geschäftsführer 
im Haag vorläufige Unterhandlungen über die Beendigung des 
von Buckingham leichtsinnig angeregten Krieges zwischen Spa- 
nien und England anzuknüpfen, ohne jedoch wegen des Aus- 
bleibens definitiver Entscheidungen aus Madrid zu einem be- 
stimmten Resultate gelangen zu können. König Philipp wünschte 
nun genau von dem Stande der Verhandlungen unterrichtet zu 
sein, und forderte von Isabella die Einsendung aller an Rubens 
in dieser Beziehung gerichteten Briefe. Die Infantin schrieb 
zurück, Rubens sei bereit dazu, zweifele aber, dass die Briefe, 
wsowohl die in Buchstaben als in Zeichen" geschriebenen, von 
anderen Personen richtig verstanden werden würden. Dies war 
die Veranlassung, dass Philipp IV. Rubens nach Madrid kommen 
liess, wohin derselbe im August oder September 1628 abreiste. 
nEr legte aber dort nicht blos alle verlangten Papiere vor, son- 
dern er schilderte auch, wie ihm die Erzherzogin aufgetragen, 
in mehreren Verhandlungen mit dem Könige und Olivarez Bei- 
den die Erschöpfung des Staatsvermügens, den Uebermuth und 
die Bedrücknngen, welche das Land von Seiten der spanischen 
Truppen erduldete, und die allgemeine Unzufriedenheit des 
Volks, welches die Erfolge des Feindes beinahe nur der gerin- 
gen Einsicht und den schlechten Maassregeln des spanischen 
1) Gachet übersetzt die letzten Worte folgendermaassen: Je vous 
souhaite en bon flamand une bonne et heureuse annäe, ainsi qu'ä Made- 
moiselle, ä votre öpouse et ä votre famille. Die Worte des Textes lauten: 
Ick wensche UE. in goet duyts een go. salich nieuwe jaer Wsaemen met- 
myn jollmßmv, UE. huysvrouwe ende familie. Es ist offenbar nur Eine 
Person, die Gemahlin Gevaerts", gemeint.
        

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