Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1389704
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wegen seiner Grausamkeit getadelt. "Auch der Fürst Wallen- 
Steinß schreibt Rubens an Valaves am 11. Oktober 1625 rist 
dort (in Dänemark) mit einem ziemlich starken Heer im Auftrag 
des Kaisers angelangt; er benimmt sich tyrannisch und ver- 
brennt Dörfer und Städte wie ein Barbara. Gachet p. 22. 
RUBENS 
an 
PIERRE DUPUY. 
Brüssel, 
22. Januar 1627. 
Gegenwärtiges soll nur als Nachricht von meiner glück- 
lichen Ankunft in Brüssel dienen, die indess nicht ohne Be- 
schwerde wegen der schlechten Wege und der Langsamkeit 
des Wagens erfolgt ist, der acht und einen halben Tag zur 
Vollendung unserer Reise gebraucht hat. Das Fussübel hat 
mich bis Peronne begleitet, von dort aus hat es allmalig nach- 
gelassen, und bei meiner Ankunft in Brüssel ist es gänzlich 
verschwunden, so dass ich mich durch Gottes Gnade jetzt voll- 
kommen frei davon fühle. Möge es unserm Herrn und Gott 
gefallen, mich in Zukunft vor der näheren Bekanntschaft und 
den Bänken dieses Hausfeindes zu bewahren und denselben zu 
meinen Gunsten innerhalb der französischen Grenzen zu bannen. 
Von Neuigkeiten will ich jetzt nichts schreiben, indem 
ich noch keine Zeit gehabt habe, mich danach zu erkundigen. 
Denn ich bin bis jetzt damit beschäftigt gewesen, eine Ver- 
leumdung zu beseitigen, dass ich nämlich nach England gegan- 
gen wäre; und diese hatte sich durch verschiedene Nachrichten 
dermaassen in dem Sinne der Erl. Infantin und des Herrn Mar- 
chese festgesetzt, dass ich sie mit grosser Mühe kaum durch 
meine Gegenwart zu widerlegen im Stande bin. Allerdings wäre 
dies gerade kein Majestätsverbrechen; jedoch fand man es Un_ 
recht, dass ich zu Kriegszeiten, ohne Erlaubniss meiner Herrin,
        

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