Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1389696
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Reiches, gegenüber der Hartnäckigkeit der Janitscharen und 
trotz der steten AngrifTe von Seiten der Perser, es wagt, unter 
solchen Konjunkturen mit den Christen zu brechen. Es scheint 
mir, als ob dieses Reich mit grossen Schritten seinem Verfall 
entgegen gehe, und dass nur ein Mann fehle, um ihm den letzten 
Stoss zu geben. Für die Nachrichten aus Frankreich sage ich 
Ew. Herrl. meinen Dank und freue mich, dass man mit der Aus- 
schmückung des Palastes der Königin vorschreitet. Der Herr 
Abbe von St. Ambroise muss schön beschäftigt Sein, indem er 
mir nicht mehr schreibt, obschon er Gelegenheit hat, es zu 
thun. Und da ich nun nichts weiter zu sagen habe, küsse ich 
EW. Herrl. und Ihrem Herrn Bruder von ganzem Herzen die 
Hand und empfehle mich Ihrem Wohlwollen. 
N. S. Ich habe mir alle mögliche Mühe gegeben, um die 
wQuaestio politiczu aufzutreiben; es ist dieselbe indess hier 
von Niemandem gekannt, noch bis jetzt von irgend Wem ge- 
sehen worden. 
Gachet Lettres p. 65. Ueber die poetische Beschreibung 
der Gallerie des Luxembourg nPorticus Mediceaß von Morisot 
haben wir schon oben gesprochen. Dupuy hatte dieselbe an 
Rubens geschickt, wofür sich dieser am 22. Oktober mit der 
Bemerkung bedankt, dass er nicht Ursach habe, dem Dichter 
verpflichtet zu sein, indem dieser ihn gar nicht einmal genannt 
habe (Gachet 62). Die in der Nachschrift erwähnte "Quaestio 
politicau hat Rubens später kennen gelernt, er meint indess 
(5. November 1626), dass dieselbe sowie eine andere damals 
erschienene politische Schrift vlnstructio secreta ad comitem 
Palatinuma zu unbedeutend seien, als dass es sich der Mühe 
verlohnte, sie nach Paris zu schicken (Gachet p. 73).  Ueber 
die weiteren politischen Aeusserungen des Briefes mögen hier 
nur einige Andeutungen genügen. Wie richtig das Urtheil über 
Ferdinand Il. sei, hat Klose (Peter Paul Rubens in v. Raumefs 
historischem Taschenbuche vom Jahre 1856 S. 214) hervorge- 
hoben; die Ansicht von der Türkei, die schon Rubens alS 
"kranken Manna betrachtet, bespricht Gachet p. '71; TÄHY, 
der hier nur beiläufig erwähnt, wird in einem früheren Briefe
        

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