Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1389534
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alle Skrupel heben. Vielleicht könne er ihm einen vollständigen 
Apparat schicken. 
Ebenso ergiebt sich daraus, dass Rubens an der Herstellung 
des Vergrösserungsglases selbst mit betheiligt war. In Bezug 
auf das Glas vlo specchiettor, sagt ET (P- 30), vwerde ich mich mit 
demselben Gevatter berathen (Montfort, Vgl. Rubens an Gevaerts 
23. November 1629), um zu sehen, 0b wir nicht eines machen 
können, welches mehr vergrössert und kleiner ist, um es mit 
grösserer Leichtigkeit weit versenden zu können. a 
Sodann folgt eine Stelle, wodurch die Erwähnung des ll-äth- 
selhaften Chiaducque in dem Briefe vom 10. August wenigstens 
einigermaassen erläutert wird. vDie Zeita, heisst es daselbst 
S. 31, verlaubt mir nicht, Ew. Herr]. namentlich für die guten 
Dienste Dank zu sagen, die Sie mir bei den Herren De Lomenie 
und dem Herrn Abbe, so wie bei anderen Freunden erwiesen 
haben; nicht minder auch für die an jener bäurisehen Seele von 
Caduc vollzogene Rache und die demselben ertheilten Schläge 
und Stössel). Er verdiente es, diese Kränkung als Strafe für 
seine Grobheit mit sich herumzutragenni Die beiden erstge- 
nannten Herren von Lomenie waren Staats-Sekretäre und ein- 
llussreiehe Personen am Hofe Ludwig's XIII. Unter dem Abbe 
ist der öfter erwähnte Abt von S. Ambrosius, Claude Maugis, 
zu verstehen, Almosenier der Königin Maria von Medicis, mit 
dem Rubens über die Arbeiten in der Gallerie zu verhandeln 
hatte. Caduc endlich ist offenbar der in dem Briefe vom 
10. August erwähnte Chiaducque, in welchem Namen schon 
Gaehet mit Recht einen Schreibfehler vermuthete. Louis Caduc 
war ein sehr gelehrter Alterthumsforscher, dessen Mariette in 
seinem 'I'raite des pierres gravees S. 307 Erwähnung thut. Es 
scheint sich hier wohl, wenn man die Worte des obigen Briefes 
(S. 151) damit vergleicht, um eine etwas plumpe und nicht all- 
zuedle Rache zu handeln, die Peiresc im Interesse Rubens an 
jenem hatte vollziehen lassen. 
In der Nachschrift dieses Briefes endlich S. 33 kommen 
folgende Worte vor: "Ich habe nicht verfehlt, dem Herren Abbe 
seinem Maasse entsprechend zu Diensten zu seine, die sich ohne 
Zweifel auf die von Rubens zu fertigenden Bilder der Gallerie 
beziehen, zu denen genaue Maasse von Paris geschickt werden 
mussten. 
_l) Siccome ancora per la vendetta fatta e le piaghe date, anzi Pugna" 
1319 "l qllßlPanimo rustico e imbacordato (imbalordato Gach. 285) del C a d U0-
        

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