Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1389486
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Antwerpen, der auch späterhin Rubens' Bezahlung für die Ma- 
lereien in White Hall zu vermitteln hatte. Vgl. unten die Erläu- 
terungen zu Nr. 47. Das nahe und freundschaftliche Verhältniss 
zwischen dem Künstler und dem Kunstfreunde geht überdies 
daraus hervor, dass Rubens dem letzteren den Stich von Vorste- 
man nach seiner Kreuzabnahme gewidmet hat. Das Blatt trägt 
folgende Inschrift: vlllustrissimo excellentissimo et prudentissimo 
Domino Domino Dudleio Garleton equiti Magnae Brittanniae regis 
ad confoederatos in Belgio ordines Legato, pictoriae artis egregio 
admiratori P. P. Rubens gratitudinis et beuevolentiae ergo nun- 
cupat dedicatw Eine Huldigung, die dem Künstler ebenso sehr 
zur Ehre gereicht, als der vfreie und ehrenhafte Geiste, in wel- 
chem er, nach Carpenter's Bemerkung S. 137, die Unterhand- 
lungen mit Carleton geführt hat. 
RUBENS 
8,11 
PEIRESC. 
Antwerpen, 
10. August 1623. 
Ich bin heute so mit Geschäften überhäuft, dass es mir 
unmöglich ist, auf Ihren sehr lieben Brief, so wie ich sollte, zu 
antworten. Sed summa sequar vestigia rerum. Doch will ich die 
Hauptsachen berühren, das Uebrige werde ich mir zur näch- 
sten Post aufsparen. In Bezug auf die Gemmen, wiederhole ich 
Ihnen meinen unbegranzten Dank; doch habe ich die Absicht, 
sie Ew. Herrl. wiederzuzustellen und Werde Ihnen inzwischen 
die Abdrücke davon schicken. Ich erinnere mich nie in mei- 
nem Leben irgend etwas gesehen zu haben, was mir mehr 
Freude gemacht hatte. 
Das von der Inquisition gegen die Basilianer zu Sevilla 
veröffentlichte Dekret wird schwerlich jetzt zu erlangen sein, 
indem, so viel ich weiss, nur ein Exemplar davon hierher ge- 
kommen ist; indess werde ich alle mögliche Mühe anwenden, 
um desselben habhaft zu werden.
        

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