Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1389470
Recht eine höhere Achtung zu zollen habe, als Sie mit Die Anti- 
ken habe ich gerade heute erhalten, ohne sie jedoch wegen der 
eiligen Abreise des Herrn Pieterssen besehen zu können, indes- 
sen hoffe ich, dass sie meiner Erwartung entsprechen werden. 
Signor Lionello hat die Sorge auf sich genommen, für Ihre 
Sachen freien Aus- und Durchgang zu erwirken, indem ich ihm 
den Brief EW. Herr]. für Brüssel schon vor vielen Tagen gegeben 
habe; für meine Antiken habe ich jenen Weg nicht für geeignet 
erachtet, so dass ich dieselben anderweitig bekommen habe. 
Doch bleibe ich EW. Excellenz für Alles, was zu unseren Gun- 
sten geschehen ist, unendlich verpflichtet und damit schliesse 
ich, indem ich Ihnen von ganzem Herzen die Hand küsse und 
auf immer zu sein wünsche, Ihr ergebenster Diener Pietro 
Pavolo Rubens. 
Der erste der beiden obigen Briefe (Carpenter a. a. O. 
p. 140) folgt unmittelbar auf das unter Nr. 34 mitgetheilte 
Schreiben. Rubens erhielt darauf eine Antwort von Carleton, 
datirt aus dem Haag vom 7. Mai, worin ihn dieser auffordert, 
lieber selbst nach dem Haag zu kommen, und sich die Antiqui- 
täten anzusehen, wum nicht die Katze im Sacke zu kaufen n. Er 
spricht sich ferner über seine Beweggründe aus, die Sammlung 
zu veräussern; statt der Skulptur hätte er plötzlich die Malerei, 
und zwar namentlich die des Herrn Rubens, in Affektion genom- 
men. Das Kruzifix sei ihm für sein hiesiges Haus und auch das 
in England zu gross; überhaupt geht er näher in das Detail des 
lhuschgeschäfts ein und sucht sich die besten Sachen aus der 
von Rubens mitgetheilten Liste aus (Carpenter p. 146 III). Da- 
nach entspinnt sich dann eine Korrespondenz, in der das Ge- 
schaft nach allen Seiten hin besprochen wird (Carpenter 148 bis 
165), und welche von dem unter Nr. 36. mitgetheilten Briefe 
beschlossen wird. Die Bilder, deren Absendung Rubens an 
Carleton meldet, Waren, einer Randbemerkung zufolge, die des 
Daniel, der Leoparden, der Jagd, des heiligen Petrus, der Su- 
sanna, des heiligen Sebastianus, des Prometheus, der Leda und 
eines andern, welches Sara und Hagar darstellte. Ausser die- 
'sen hat Rubens, wie aus dem Anfange des Briefes hervorgeht, 
noch 2000 Gulden baar an Carleton ausgezahlt. wSignor Lio- 
nelloa ist ein Herr NVake, Sohn eines reichen Kaufmanns Zu 

        

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