Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387638
EINLEITUNG. 
Zur Kunstgeschichte 
des 
siebzehnten Jahrhunderts. 
Die erste Hälfte des sechszehnten Jahrhunderts kann als 
die eigentliche Glanzzeit der italienischen Kunst betrachtet 
werden. In ihren Schöpfungen fassten sich alle die ernsten 
und gewissenhaften Bestrebungen des fünfzehnten Jahrhunderts 
zu einer heiteren und prächtigen Blüthe zusammen; das Ge- 
meingefühl der ganzen Nation fand in ihnen seinen schönsten 
und vollkommensten Ausdruck. Aber diese Blüthe konnte nicht 
lange andauern. Die Perioden der Blüthe im künstlerischen, 
wie im politischen und religiösen Leben der Völker, beruhen 
auf einer geistigen Spannung, in der sich weder die Einzelnen, 
noch die Gesammtheiten lange zu erhalten vermögen. Es gehört 
dazu ein harmonisches Zusammenwirken der verschiedenen 
Thatigkeiten des Geistes und des Gemüthes, das ebenfalls nur 
schwer zu bewahren ist. Zudem wird bei einmal errungener 
Meisterschaft in der Technik, die zu jeder Kunstblüthe erfor- 
derlich ist, die Gefahr des Missbrauchs dem Künstler nur allzu 
leicht nahe treten. So ist es zu erklären, dass schon um die 
Mitte des sechszehnten Jahrhunderts, und zwar bei den Schü- 
lern der grössten Meister selbst, sich die Spuren des Verfalles 
mehr oder weniger deutlich kundgeben; eines Verfalles, der 
einerseits allerdings durch den oben erwähnten MiSSbYüUCh der
        

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