Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1389084
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December desselben Jahres schreibt Lanfranco an Carlo, dass er 
nicht, wie einige gute Freunde ausgesprengt, gestorben sei, 
sondern sich sehr wohl befinde. Des Freudes Warnungen, nicht 
zu viel in Gasthäuser zu gehen, würde er befolgen. Es sei dies 
ohnehin in Neapel nicht Sitte (Bott. p. 306). 
LANFRANCO 
GIOVANNI 
21.11 
FERRANTE CARLO. 
Neapel, 
ll. September 1639. 
Ich kann nicht genug versichern, wie sehr mich der freund- 
liche Brief von Ew. Herr]. verpflichtet, ja eigentlich beschämt 
hat, indem ich Ew. Herr]. niemals einen Dienst erwiesen, es sei 
denn ein so geringer, dass er gleichsam für Nichts zu erachten 
war. Für jede Kleinigkeit aber, die Ew. Herrl. so gut war, von 
mir anzunehmen, haben Sie mir solche Gegengeschenke ge- 
macht, von denen es genügt, zu sagen, dass Sie Ihrer würdig 
waren. Was nun jetzt jene Sache von geringer Wichtigkeit be- 
trifft, die ich Ihnen geschickt habe, und für die Sie mir Ersatz 
leisten wollen, so kann ich Ihnen sagen, dass mich dieselbe gar 
nichts kostet, indem ich sie von einem meiner jungen Leute 
machen lassen und sie selbst nur retouchirt habe; so dass mir 
Ew. Herrl. Wohlwollen, ein mehr als zu grosser Ersatz da- 
für ist.  
Deshalb wage ich auch wohl zu viel in meiner gegenwärti- 
gen Bedrangniss, die ich Ihnen in einem mit der letzten Post 
abgeschickten Brief geschildert habe, wie ich Sie denn auch mit 
Gegenwärtigem instandigst ersuche, so gut sein zu wollen, und die 
besagte Angelegenheit Sr. Eminenz dem Herrn Kardinal Padrone 
zu empfehlen. Die Sache ist folgende. Nachdem ich die Arbeit 
für die Mönche von S. Martino vollendet hatte und sie keine 
Anstalt machten mir einen gewissen Rest auszuzahlen, der
        

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