Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1388973
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Melßdie Ihre? Töne jenem göttlichen Geiste nicht das flammende 
Schwert aus der Hand fällt. Aber wie? erkennt man nicht doch 
deren grossen Nutzen, indem jener trotz seiner Drohung, von 
ihrer Milde bezwungen, die unbesonnenen Sünde;- verschonet? 
Ich habe es wohl gesagt, dass das goldene Zeitalter der 
Unschuld zurückgekehrt sei, da die edlen Leoparden zahm und 
gebändigt den nackten Menschen schmeicheln. Ich habe diese 
unsere ersten Eltern voll Trauer in einem Busche gemalt, aber 
siehe da! nun erblicke ich sie den Augen einer edelen Stadt 
ausgesetzt, auf dem Schauplatz einer hochberühmteu Akademie, 
in der die reinsten Schwäne ihre Melodieen ertönen lassen, die 
in der italischen Hippokrene schwimmen! Gesegnet sei das 
Werk meiner Hände, da sie die Harmonien so göttlicher Sänger 
erworben haben. 
Was soll ich ferner zu den Anerbietungen Ihres glücklichen 
Hauses sagen? Sollte mir einst so viel Musse zu Theil werden, 
um meiner innigen Andacht Genüge leisten, und das vheilige 
Hausn besuchen zu können, dann werde ich gewiss nicht erman- 
geln, einem solchen Gönner, wie Sie sind, meine Ehrfurcht zu 
bezeugen.  Auch bitte ich Sie inständigst, wenn Sie oder einer 
der Ihrigen hierher kommen, über mein Haus zu verfügen, wo 
ich voll pllichtschuldiger Liebe stolz sein werde, den grossen 
Verpflichtungen, die ich gegen Sie habe, nachkommen zu kön- 
nen; und indem ich Ihnen vom Allerhöchsten ein dauerndes 
Glück erbitte, empfehle ich mich Ihnen auf das Ehrcrbietigste. 
Gualandi Memorie I. p. 46.  Franceseo Albani war 
von Leopardi zu Osimo ein Bild aufgetragen worden, Adam und 
Eva aus dem Paradiese vertrieben. Die Verhandlung leitete 
ein Freund des Malers, Berlingiero Gessi, ein bekannter 
Schriftsteller der damaligen Zeit, 1613  1670 zu Bologna le- 
bend. Von diesem sind neun Briefe an Leopardi bekannt, deren 
erster Bologna 1. Mai 1647 den Preis des Bildes, wie er Sagt, 
billiger als gewöhnlich auf 100 Scudi zu 10 Paoli bereßhllet- 
Das Bild habe 3 V2 Figur. Nach dem zweiten vom 8. Jlllll 154? 
hat Albani den Preis auf Verlangen des Bestellers auf 79 Sßudl 
7G
        

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