Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1388855
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Vortreiflichkeit die Opfer der Zunft belohnt zu haben. Selbst 
Malvasia gesteht ein, dass es mit Zu Guidds schwächsten Wer- 
ken gehöre; er nennt es ilach, ohne Charakter, affektirt in der 
Bewegung.  Es ist von den Franzosen entführt und nicht wie- 
der zurückerstattet worden. In der Sammlung des Louvre, die 
sehr reich an Werken Guidois ist, befindet es sich nicht, 
GUIDO RENI 
an 
FERRANTE Tnorro. 
Bologna. 
Juli 
1639. 
Der Tod meines theuren Freundes M. Carlo Bononi, den 
Gott unter seine Seligen aufnehmen möge, ist mir schon nach 
Rom gemeldet worden, und habe ich darüber den Schmerz 
empfunden, den man bei dem Hinscheiden eines treuen Freundes 
und eines solchen Freundes empfinden muss, wie er war. Ich 
habe damals schon gesagt, dass mit dem Verluste dieses Mannes, 
den ich seit vielen Jahren zum Freunde gehabt, Ferrara viel ver- 
loren hätte. Nun wünscht Ew. berühmte Herrl., dass ich diesen 
Verlust ersetzen möchte, indem ich das von ihm begonnene Bild 
der Auferstehung Christi zur Vollendung brächte. Ich Würde in 
Wahrheit vermessen sein, wenn ich dies unternehmen wollte, 
und Sie können glauben, dass dies keine leere Bederei ist. Ich 
habe Messer Carlo schon früher als Sie gekannt; er verband mit 
einem ausserst guten und ehrenvollen Lebenswandel eine grosse 
Kenntniss in der Zeichnung und in der Kraft des Kolorits, 
Eigenschaften, die ich nicht befolgen wollte, sowohl weil es 
schwer ist, darin etwas Gutes zu leisten, als auch, weil jene 
Manier nicht Allen, auch weniger in der Kunst Erfahrenen 
gefällt und damit weniger zu verdienen istl). In seinen Arbeiten 
War er gross und vortrefflich, wie ich ihm schon in seiner 
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