Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387585
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lassen, und es musste aus demselben Grunde ein grösseres Ge- 
wicht auf die den Briefen hinzugefügten Erläuterungen und die 
Charakter-Schilderungen der einzelnen Meister gelegt werden, 
welche letztere durch Berücksichtigung der meist gleichzeitigen 
Berichterstatter zu grösserer Selbständigkeit erhoben und, wenn 
ich es hoffen darf, zu grösserer Bestimmtheit und Anschaulich- 
keit gebracht worden sind, als dies im ersten Bande der Fall war. 
Diese Umstände, so wie der Wunsch, den Inhalt des Werkes 
näher zu bezeichnen, haben zur Hinfügung des zweiten Titels 
geführt, während die ganze äusserliche Einrichtung dieses Bandes 
sich der des ersten genau anschliesst. Die früher ausgesprochene 
Absicht, die deutschen Künstler des sechszehnten Jahrhunderts 
mit denen des siebzehnten gemeinsam zu behandeln, ergab sich 
bei der Bearbeitung selbst bald als unausführbar. Jene nämlich 
bilden eine nach allen Seiten hin so scharf abgegränzte Gruppe 
in der Kunstgeschichte, und haben wegen ihrer immer noch 
nicht genügend erörterten Bezüge zur Reformation eine so grosse 
weltgeschichtliche Bedeutung, dass ich dieselben zum Gegenstand 
einer besonderen Arbeit gemacht habe, zu deren letztem Ab- 
schluss ich hoffe, mich sehr bald wenden zu können. So hat 
denn das vorliegende Werk den Entwickelungsgang der Kunst 
im siebzehnten Jahrhundert an den Personen der am meisten 
hervorragenden Künstler zu schildern, wie der erste Band diese 
Aufgabe für das sechszehnte Jahrhundert zu lösen gesucht hat. 
In der Einleitung sind die allgemeinen Gesichtspunkte dieser 
Entwickelung und deren Zusammenhang mit den religiösen 
und politischen Bewegungen und Kämpfen desselben Zeitraumes 
angedeutet.  Schliesslich sei es mir gestattet, hier noch den 
Wunsch auszusprechen, dass dieser zweiten Sammlung der 
Künstler-Briefe derselbe ungetheilt günstige Erfolg zu Theil 
werden möge, dessen sich die erste in so reichem Maasse zu 
erfreuen gehabt hat. 
Berlin, am zweiten Juni 1856. 
ERNST GUHL.
        

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