Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1388659
andern Pinselstrich zu machen; sie haben mich gezwungen, dies 
mit Bürgschaften zu versichern; sie haben mich veranlasst, mich 
nicht unbedeutenden Strafen zu unterwerfen, wenn ich je etwa 
halsstarrig wäre, und die Neider stehen schon mit gesehärften 
Zähnen da, um über mich herzufallen. Und. wenn Sie auch 
wirklich einen Augenblick eingeschläfert sein sollten, so ist, die 
Zeit doch so kurz, dass es mich in grosse Noth versetzt, und ich 
kann in solcher Bekümmerniss nicht absehen, wie ich meine 
Hände aus einem so grossen Unternehmen herausziehen soll. 
So ersuche ich also Ew. Herrl., wie Sie immer grosse Neigung 
gezeigt haben, mich zu begünstigen, so auch jetzt so freundlich 
zu sein und diese Entschuldigungen anzunehmen, die ich mit 
Offenheit und Aufrichtigkeit des Herzens mache, indem ich mich 
dem Glauben hingebe, dass einst die Gelegenheiten nicht fehlen 
werden, in welchen Sie mit gutem Erfolg Ihre Herrschaft über 
meine Person werden ausüben, und ich meinen Eifer in der 
Erfüllung Ihrer Befehle werde bekunden können. Und damit 
endlich von Gott die Erfüllung alles Glückes für Sie erflehend, 
küsse ich Ihnen die Hand. 
Bottari I. 355.  Ueber den Cavaliere del Pozzo werden 
die Erläuterungen zu den Briefen des Nicolas Poussin; über die 
Verhältnisse, unter denen Domenichino den obigen Brief ge- 
schrieben, die zum nächstfolgenden Brief an Francesco Angeloni 
Aufschluss geben. 
Im Anschluss an den obigen Brief ist in Bottarfs Sammlung 
folgende Quittung abgedruckt: 
"Ich Endcsunterschriebener bekenne, von dem Herrn Cav. 
del Pozzo durch Vermittelung des Gio. Pietro Olina 40 Scudi 
Milnze erhalten zu haben, welche mir derselbe im Auftrage des 
Erl. und Hochw. Sig. Kardinal Barberino, meines Gönners, ge- 
schenkt hat, in Anbetracht, dass seine Erl. Herrl. sich herabge- 
lassen, eine Tochter von mir über die Taufe zu halten. 
Rom, 1. Dezember 1623. Domenichino." 
Das Datum dieser Quittung ist offenbar irrthümlich auf 
1623 angegeben, und statt dessen 1630 oder 1631 zu lesen. Im 
Jahre 1623 nämlich hat sich der Künstler erst verheirathßli: und 
ZWHP dwährend seines damaligen Aufenthaltes zu Bologna: W0 
5!
        

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