Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Künstler des siebzehnten Jahrhunderts
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1387345
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1388506
unter dem Zulauf und dem Beifall jener Stadt! Den Gegenstand 
werden wir wohl bei Ihrer Ankunft hören, die ich mir sehr 
herbeiwünsche. Ich habe Ihre Empfehlungen an den Herrn Bart. 
Dolcini ausgerichtet; er lasst Sie freundlich wieder grüssen. 
Ich habe das Bild der Susanna schon vollendet und an 
jenen Kavalier von Reggio abgesendet, nämlich an den Herrn 
Tito Buosio; wenn Sie bei Ihrer Rückkehr so freundlich sein 
wollten, es sich anzusehen, so würde es Ihnen jener Herr mit 
grosser Artigkeit zeigen, und ich hoffe, dass es Ihren Beifall 
haben wird, indem es hier sehr Wohlgefallen hat. Ich bin jetzt 
bei meinem Bilde der Anbetung der Könige. Ich wohne wieder 
zu Haus, indem ich nicht mehr den Umgang der Grafen Caprara 
geniesse, weil ich wieder nach Bologna zurückgekehrt bin. 
Die Angelegenheit der Tafel von S. Giovanni in Monte 
schlafert ein, indem jener Herr Lorenzo den Preis niedriger 
stellen wollte, wobei er meinte, dass ich doch in meiner Jugend 
für niedrigere Preise gearbeitet hätte. Da habe ich mich denn 
zurückgezogen, ohne je wieder ein Wort zu sagen, und ich 
mache mir auch nichts daraus, indem es mir nicht an den 
ehrenvollsten Aufträgen fehlt. 
Ich habe Ihnen noch Nachricht zu gehen, dass der Caserta 
die Freundschaft des Herrn Lorenzo Bonsignor und des Messer 
Jacinto Gilioli verloren, so dass er jetzt keinen Beschützer mehr 
hat, indem er mitWenigen, ja fast mit Niemandem Freundschaft 
hält. Ich danke Ihnen für die vielen Artigkeiten, die Sie in 
dem letzten Briefe für mich aussprechen, in Erwiderung eines 
Briefes, den Sie von mir erhalten hatten. Camulo und alle die 
jungen Leute im Atelier grüssen Sie wieder, und damit bitte 
ich unsern Herr Gott, dass er Ihnen eine vollständige Gesund- 
heit verleihe. 
Bottari I. 278.  In einem vorhergehenden Briefe vom 
14. Juni (ebd. 277) hatte sich Lodovico über das lange Still- 
schweigen seines Freundes heklagt, und die Besorgniss ausge- 
sprochen, dass ihm jener damit stillschweigend die Erkaltung 
seiner Freundschaft habe andeuten wollen. Inzwischen hat ihm
        

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