Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1382895
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ins Bad nach Petregiolo gingen. Wenn Ew. Hem-l. mir schrei- 
bet, Wem ich sie geben S011, so werde ich es thun. Obschon 
ich eine grosse Undankbarkeit gegen Euch begangen habe, 
se bitte ich Euch doch, mir zu vergeben. Denn Gott weiss 
es, wie ich Euch stets als meinen Wohlthäter im Herzen trage. 
Empfehlt mich S. Herrlichkeit, Eurenw. Vater und Eurer 
Blutter, der bIadonna Üontessina. Das Mädchen beiimlet sich 
ixn Hanse unserer Hem-en und ist deren Muhme  
Uebex- den Schreiber die-ses von Gaye I. 161 mitgetheil- 
ten Briefes, ist nichts weiter bekannt. Lanzi nennt einelz 
,,Jol1annesBoc-,hatis" von Camerino, als einen Maler auS jener 
Zeit. Gaye zweifelt aber, ob es diesem Wohl gelungen Wäre, 
jenes Heirathsproject zu Ende zu führen, wenn derselbe nicht 
etwa im Auftrag der Familie des Mädchens selbst geschrieben 
hat, was nicht ganz unwahrschein1ic11 ist. Jedenfalls hat die 
Empfehlung dem braven Maler nichts gefruchtet, indem Grio- 
vzumi de" Medici ein Jahr nach jenem Vorschlage die Maria 
Grinevra aus der Horentinischen Idamilie der Albizzi heira- 
thete. Diese Familie ist dieselbe, die) weil ihr Name dem 
Hor-entinischen Volke verhasst wvar, späterhin den der Ales- 
sandri annahm.  Was die von dem ISIaIer in Vorschlag 
gebrachte junge Dame betriiTt, so war deren Mutter 
Guglielma oder wie sie in dem Briefe heisst "Guilglielmina." 
die Tochtor Rodolfds von Varana, Herrn von Camerino und 
der Constanza, Wittwe des Galeozzo Chiayelli, Herrn zu Fa.- 
briano, wie auch sie selhst an Baptista Chiavelli, ebenfalls 
Herrn zu Fabriano, verheirathet war. Ihre Tochter, um de- 
1'en Vermählung es sich handelte, lebte in dem Hanse ihrer 
Vettern, der Herren von Camerino, Giulio Cesare und Ro- 
dolfo, die nach mancherlei Schicksalen vom Papst 1447 zu 
Vicarien der heiligen Kirche zu Varano ernannt worden waren 
und sich zur Zeit, als der Brief geschrieben wurde, noch im 
Besitz der Herrschaft befänden. LittaFazn. 0G1.fä,SG.XXIX. 
1) Sorocchizx. Der Briefist untcrzeiclxxxct: El vosLro minimo scr- 
vidorc Jnhani angelo dantonio dcpinlzorc da Canlerizxo qual sonava (li 
lioto (wclchcr dic Laubc schlug),
        

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