Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1386821
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so weit brächte, um den Schatten seiner Wünsche nachkom- 
men zu kännen l). 
Gewiss ist er so selten unter diesen Fürsten, die sich 
mehr daran ergützen  . . . .  . als uns zu belohnen, S0 dass, 
wenn er nicht wäre, auf dessen gesundes und richtiges Ur- 
theil dia Hoifnung Vieler gerichtet ist, (so Wie er sie denn 
auch allein belohnt), wir alle zusammen bald vergessen Wür- 
dan, was eine Bestellung heisst, (la wir niemals von jenen 
gebraucht werden. 
Müge ihm Gott nur Leben schenken, damit cr, wie er 
jene an Urtheil, Grossmuth und Verdienst iibertrifft, uns alle 
verpüichte, ihm ein solches Angedenken zu schaHen, (lass 
in den Werken unserer Künste eine grüssere Erinnerung 
von ihm bleibe, als in den Federn ewiger Tintenfässerg). 
Denn so wird sein Thun von dem allgütigen Gott zum Heil 
seiner Vülker geleitet werclen. 
Und da es nieht genügt, (lass Ihr die Angelegenheit von 
Frassineto 3) begonnen habt, so erwarte ich, dass Ihr zu mei- 
nem Glück 11m1 zu meiner Zufrieclenheit und, was ich zuerst 
hätte sagen sollen, zu Sr. Excellenz Genugthuung, dieselbe 
zu Ende bringen werdet. Und ich, der ich jetzt an das Por- 
trait Ju1ius' 111. gefesselt bin, habe S. Heil. schon zu wieder- 
holten INIaIen gebeten, stille zu sitzen. Unfl Wenn ihm die 
Gicht nicht das Gesicht vor Schmerzen bitter verzog, so war 
er damit zufrieden. 
S0 werde ich denn die Gelegenheit abwarten, und mei- 
neln Vermügen gemäss es so machen, dass S. Excellenz so- 
wohl von meiner Ergebenheit, als auch von meiner Leistung 
1) D. h. dem gcringsten seiner Winke, oder der leisesten An- 
deutung derselben. Im Text: clfio potessi servir Pombra dei suoi 
cenni. 
2) Che nelle penne degli inchiostri eterni. 
3) Frassixleto ist eine dem Vasari gehürige Besitzung im Gebiet 
von Arezzo, die er von einer Abgabe hcfx-eit zu sehen wünscht. Vg]. 
auch den Brief an Cosimo bei Gaye II. 376.
        

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