Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1386718
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die Augen gen Himme] Wendet und (lie Häinde faltend betet 
und so (las Ende ihrer Mühsal erwzurtet. Ueber dem mittleren 
Bogen beündet sich die christliche Religion, (lie in einem Ge- 
fälss ein neugebornes Kind hält und es mit dem Wasser der 
heiligen Taufe zum Christen macht. Dabei sinrl noch die an- 
dern Sakramente der Kirche; in der Hand hält sie das Kreuz 
ÜIISBIBS Herrn Jesus Christus. Dicses wird bald vollendet 
sein, indem ichmich sehr bemühe, meine Kompatrioten zufrie- 
den zu stellen, wie sic von dem was sie haben, mich zufrieden 
zu stellen suchen; unä da Ihr nun seht, dass ich zu thun 
habe, würde es mir sehr lieb sein, wenn Ihr mir fortan nicht 
mehr vom Hofe sprächct und (lamit bin ich der Eurige. 
Vasari batte schon im Beginne seiner künstlerisehdn 
Laufbahn das_ Unglüclz: sich _S9iIl6 drei grossen Günner, Cle- 
äzaznvääzzefl? iiäaäiliäl in?  
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Clemens war schon am 25 Se t? änfligänlllu Sttf.  paxgst 
lvt HI 10 A  rp m e1  _ges01gn,1LI1P_ 
1_1o_ y e am  ugust 153.), wahrsqhe1nhch a_1sve1n Opfer 
bII-Eifllfää Wgättää Alexändeä, )F01ge1 elner Vergütung (Brief 
1z1an en ramo 0 en r. ; unc am 5. Januar 1537 fiel 
{Xleäandem nach fünfjähriger Herrsohaft iliber Florenz, wäh- 
1e1(11 lwelälaez: er sxch _a1s grausalräer und m1t allen Lastern be- 
su eter. ylann geze1gt hatte, mederum afls Opfe_r der Rach. 
sqcht 611168 Verwandten, _des Lorenzo de Medicl, Sohn des 
P1er Francesco, welcher 1h11 am besagten Tage mit eigener 
Ham] ermordete. Solche Gräuel waren der Ersatz, der den 
Florentinern für 111e verlorene Freiheit geboten wurde and 
(loch sollte der Staat unter Cosimo I. und Francesco noch 
grässerem Ünheil entgegengehen!  Es bedarf wohl keiner 
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1536 abgedrucktsind, auf die Ermordung des Herzogs Ale- 
xander beziehen. Seinem Entschluss, sich fortaxx vom Hofe fern 
zu halten, ,,obwoh1 es ihm leicht gewesen Sein Wüfde, sich 
Cosimo (le' lNledici zu nähern", wie el- in Seingf Lebensbe- 
Schreibung S. 239 sagt, ist Vasari eine geraume Zeit hin- 
durch treu geblieben, indem er erst 1555 in ein färmliehes
        

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