Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1386685
1 39. 
Gzomxo VASARI 
311 
NICCOLO SERGUIDI. 
Arezzo, 6. Juli 
1537. 
Da seht Ihr, mein verehrungswürdiger Messer Niccolb, 
dass ich nach so vielen Schieksalen und Gefahren, viel mehr 
vom Verhängniss verjagt, als von dem Willen getrieben, mich 
wieder in meine Heimath zu begeben, 11m1 wieder nach Arezzo 
gelangt bin, wo die Liebe meiner Mutter, (lie Freundlichkeit 
meines Oheims und (lie Zärtlichkeit meiner Schwestern, so 
wie die Liebe, welche die ganze Stadt für mich hegt, jeden 
Tag mehr dam beitragen, dass ich die harten Fesseln der 
Dienstbarkeit erkenne, (lie mir der Hof auferlegte, 11m1 (les- 
sen Grausamkeit, Undank 11m1 getäuschte Hoifnungen, sowie 
das Gift und die Krankheit seiner Schmeicheleien, und mit 
einem Worte aIP dus Elend, dem Niemand, der sich mit ihm 
einlässt, entgehen, und von dem man sich nicht losmachen 
kann, es sei clenn auf dem Wege des Todes. 
Reflet mir also nicht zu, zurückzukehren und mich wie- 
der in diese Knechtschaft zu begeben; denn wenn ein De- 
liquent, der zum Tode verurtheilt ist und durch die Gnade 
Grottes befreit wird, von Neuem dieselbe Sünde begeht, so 
verdient er nicht blos von Neuem den kürperlichen Tod, son- 
dern den ewigen 11m1 noch mehr, wenn mehr müglich ist. 
S0 kann auch, Wer von einem Dienste, in den er wie ich 
sehon von Kindhleit an gelangt ist, befreit wird, wenn er an 
Alter und Fähigkeit gleichmässig zugenommen hat, diesen 
nimmermehr wieder von vorn anfangen . . . . f). 
1) Dic Stelle 
Styl geschriebezl, 
ausgelasscxl habe. 
ist in einem schwülstigen, schwer 
Weshalb ich in der Uebersctzung 
verständliclnelz 
einige Zeilen
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.