Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1386672
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Gesellschaft des Corpus domini binnen Jahresfrist fertig zu, 
liefern. Denn wenn nicht die Fessel dieser beiden Werke 
wäre  so würcle ich nach Rom gehen, WO ich schon seit eini- 
gen Jahren von vielen Freunden gewünscht worden bin; 11m 
so mehr, als mein Sinn auf des Studium der Kunst gerichtet 
ist. Unterdess bittet zu unsenn Herrn, dass er mich hier 
zum Heil führe; denn ich schwäre Euch, dess Wh- andern 
Diener des Herzogs hier in Florenz die griisste Gefahr lau- 
fen. Ich habe mich in mein Zimmer zurückgezogen, während 
ich alle meine Sachen ausgeräumt und in (lie Häuser ver- 
schiedener Freunde gebracht habe, um sie, sobald man (lie 
Thore passiren kann, an Euch zu sehicken. Ich werde auch, 
fla es wenig zu thun giebt, bald ein Bild vollendet haben, 
auf welchem Christus dargestellt ist, wie er sein Fleisch und 
Blut in Brod unä Wein verwandelt und es den zwülf Apo- 
steln mittheilt. Das Wil] ich hei meiner Abreise dem er- 
lauchten Ottaviano hinterlassen, denn so wie Ohristus bei sei- 
nem Heimgange seinen heiligen Aposteln jenes Andexxken 
hinterliess, so lasse ich ihm dies Zeichen der Liebe als mein 
Vermächtniss, indem ich den Hof verlasse, um zu einem 
bessern Leben zurückzukehren. Nun aber bestellt das Haus, 
denn bald werden wir uns nun gemeinsam eines friedlichen 
Lebens erfreuen! 
Rahmen); 
1) Im Text steht legnanne (Holzwerk, 
legame: Band, Fesse], Vcrpflichtxuxg. 
ich vermuthe 
KünstIer-Briefe.
        

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