Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1386636
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und sa floh die Mattigkeit aus den ermüdeten Gliedern, als 
Wenn ich einen Monat Ruhe gehabt hätte. Diese Handlung 
Allessandrds war an Edelmuth nicht geringer, als jene Alexan- 
defs des Grossen war, als er dam Apelles die Staclt und die 
Talente (Golcles) unrl seine Geliebte Kampaspe suhenkte  .   
Ich weiss sehr wohl, dass ich in derBesclu-eibung dieses 
Einzuges etwas lzmg gewesen bin, aber der lebhafte Wunsch 
Euch zufrieden zu stellen und Eure Auübrderung, Euch, 
wenn seine Maj. käme, specielle Nachricht darübex- zu gebexl, 
sind Sclmld daran, dass ich so weitläufig in dieser Erzälxlung 
ge-wesen bin, Aber da. grosse Ereignisse immer Wieder ähn- 
liche Dinge zur Folge haben, so wundert Euch nicht über 
den allzulangen 11m1 dicken Brief, den ich Euch diesmal 
schicke. Denn ich muss Euch noch sagen, class alle diese 
Hem-en, der Hof und die Fremden, (lie Bürger und das Volk 
dieser Stadt so vol] von Bewunderung über flic Grüsse 11m1 
den Geist des Herzogs geblieben sind, dass ein Jeglicher ge- 
stand, er sei einer grüsseren Herrschaft würdig, als dicse ist. 
Noch bleibt mir zu sagen, dass er diesen Abend, wie ich 
den Palast verliess, zu mir sagte: Wenn Du an den Aretino 
schreibst, sage ihm, dass er Theil an dieser Grüsse haben 
snll und grüsse ihn von mir; wie ich denn hiemit thue. 
Und ausserdem sagte er, dass ich, (la. ich alle meine Werke 
vollcndet hätte, und keines der von mir übernommenen Dinge 
unfertig geblieben wäre, währencl viele von denen der andern 
Meister, Bildhauer Wie Maler, nicht zu Ende gebracht wor- 
den seien, so sollte ich ausser dem, was mir naph seinerAn- 
ordnung für meine Mühe bestimmt war, auch noch den gan- 
1) Nun folgt die Beschreibung der Bogen und Statuen, Säulen 
mit. ihren allegorischen Vorstellungen; Bemerkungen über den Kaiser 
und den Eindruck, den diese Herrlichkeit, namentlich der palazzo 
degli Spini und der Platz S. Trinitä auf ihn machten u. s. W. 1301" 
Schluss ist dann wieder von persünlichem lnteresse. Derselbe lautet 
von S. 35 an, wie oben angegeben ist.
        

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