Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1386458
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beschloss Clemens VII., auf {lessen Betrieb Alexander, den 
man aJIg-enaein fiir seinen Sohn hielt, dem Cardinal vorgezo- 
gen worden war, ihn an der Spitze italienischer Hülfstruppen 
als Legaten au Karl V. zu entsenden, 11m dessen Felclzug in 
Ungarn gegen Sultan Soliman mitzumachen. Auf dieses 
Faktum beziehen sich mehrere Aeusserungen der nachfolgen- 
den Briefe. 
132. 
Gxonexo 
VASARI 
8.11 
OTTAVIANO 
MEmGL 
Rüma 
13. Juni 
Obschon ich Euch, seitdem ich in Diensten des Cardi- 
nals bin, mehrere Briefe als Antwort auf die Eurigen geschrie- 
ben, 11m1 aus den guten Erinnerungen, die Ihr mir gabet, viel 
Gewinn gezogen habe, so ist es doch nicht deshalb, dass ieh, 
wenn ich Eueh allstündlich in Person besuchen und Euch in 
der Nähe dienen künnte, es so gern thun würde, als damals, 
wo ich noch in Florenz war, sondern meine Seele ist Euch 
durch die Wohlthaten verbunden, die Ihr mir immer erwiesen 
habt, und hat es fortwährend vor Augen, so zu werden, dass ich 
sie Euch, wenn auch nur zum geringsten Theile, wiedererstatten 
künne. Aus meinen Briefen habt Ihr ersehen, mit welcher Pracht 
und mit Welcher Bequemlichkeit ich von dem Cardinal ge- 
halten werde, der mein Leben so verpflichtet hat, dass ich 
jeden Augenblick bereit bin, dasselbe ganz seinen Tugenden 
zum Opfer zu bringen. Denn Wemx ich auch mit meinen 
Werken binnen hier und zwanzig Jahren den Malereien des 
Apelles gleichkäme, so würde es mir doch immer n0011
        

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