Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1386002
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gen, und wer ein tüchtiger und gescllmackvoller Bildhauer ist, 
dem wird es sehr leicht werclen, guter Perspektivist und Ar- 
chitekt zu sein unrl ein noch besserer Maler; und Alles dies 
in hüherenl Grade, als (lie, welche (lie Skulptur nicht inne 
haben. 
Die Malerei ist nicht anders, als die Spiegelung eines 
Baumes oder Menschen oder irgend eines anderen Dinges in 
dem Wasser eines Brunnne11s1). Der Unterschied zwischen 
der Skulptur und der lNialerei ist so gross, wie der zwischen 
dem Schatten einer Sache und der Sache selbst. S0 wie ich 
Euren Brief bekan1, machte ich mich mit der reinen G-luth, 
mit der ich Euch liebe, daran, diese wenigen und fehlerhaf- 
ten Zeilen zu schreiben, und in flemselben Sturme mache ich 
ein Ende und empfelüe mich Euch.  
Eure Grrüsse werde ich bestellen. Bleibt gesuncl 11m1 
wollet mir wohl, während ich immer Eurer Befehle gewärtig 
bleibe. 
Bottari (Race. I. 17). Tassi IH. 316.  Vgl. oben 
S. 222. Cellini spricht sich in ähnlicber Weise über das Ver- 
hältniss der Skulptlu" zur lNTalerei ans, in seinem "Trattato 
della seultura" nnd in einem "Discorso" bci Tassi III. 382. 
Ä-iäii 
1) Würtlich: die Malerei isl: nichts anderes, 
Mensch, welche sich in einem Brunnen spiegellz. 
als 
oder 
Baum 
ein
        

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