Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1385969
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gern, Wie nur irgend nmüglich, aufs Pferfl setzen wiirde; dar- 
auf gebe ich Euch mein Wort. Scheint es Euch also, dass 
die Sache so sich gut verhalte, und class es räthlich sei, au 
S. Herrl. zu schreiben, oder dass ich in meiner schlechtexl 
Weise Sr. Herrl. ein Paar Zeilen über meine Ansicht schriebe, 
so gebt mir Nachlicht und ich werde mich danach richten. 
Und über main Kommen habt nur gar keine Serge, indem 
ich in allen Dingen Eurer Befehle gewärtig bin. 
Mein alter trefiiicher Piloto muss gegemvärtig Schon 
todt sein, nach denl, Nvas mir mein Luca schreibt. Wahrlich, 
geärgert hat er mich genug, (loch Gedlüd,  ich will nicht 
mehr sagen. Ich stehe zu Euren BGfGhIGII. Bleibt gesund 
und Gott erhalte Euch! 
Der von Bottari (Race. I. 14) bekannt gemachte Brief 
(vgl. auch Tassi Vita di B. Cellini IH. 314) ist an Bene- 
detto Varchi, den Freund und Günner so vieler Künstler, ge- 
richtet, über den wir schon oben S. 221 Näheres beigebracht 
haben. Eben so kennen wir den im Brief erwiihnten Luca 
Martini; denn dieser, in einer ähnlichen Stellung, als Varchi 
lebend, ist oifenbar unter dom Luca. von Cellini gemeint, 
(Tassi II. 417). Albertaccio de] Bene ist ein Freund Cel- 
linfs, derselbe, der ihm noch vor svenigen Jahren nach sei- 
nem Biordanfall auf den Pompco in seinem Hanse zu Rom 
so freundliche Aufhahme gewährt batte, wie dies Cellini in 
seinem fLeben erzählt. Bei derselben Gelegenheit wird auch 
Pilotto erwähnt, ein alter Goldschmied, den auch Vasari mehr- 
mals anführt, und dan Cellinj selbst ,,seinen grossen Freund" 
nennt. Ueber Pietro Bembo vgl. Brief 125. Was übrigens 
den speziellen Inhalt unseres Briefes betriift, so hat Bembo den 
ihm von Cellini gegebenen Rath wegen des Bartes befolgt, 
wie aus seinen Portraits hervorgelzt. Ob Üellini die Medaille 
ferüg gemacht, ist nicht bekanut. Auf sie beziehen sich auch 
die Briefe B. Varchfs und Ugolino lNIartellfs an Pietro BBHIbO 
aus dem Jahre 1536 bei Bottari Race. V. 198 und 200, so 
wie der Bembds an Varchi vom 15. Juli 1535 ebd. lII. 258. 
Seine Absicht, ihn in Padua zu besuchen, batte Cellini dem 
Pietro Bembo schon früher ausgesproehen, wie aus einem
        

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