Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1385951
ORU 
beiindez. Ich erwidere Euch darauf, ciass das, was Euch 
gefällt, auch mir nicht minder Wohlgefallen bereitet, denn 
Euch; and zu der verabredeten Zeit Wel-(le ich nach Venedig 
kommen und wohin es Euch sonst gefallen wird. Sehr leid 
61h62 thut es mir, flass unser lieber Luca [Martini], wie 61' 
mir schreibt, nicht mitkommen kann. Er muss jetzt wegen 
seiner Angelegenheiten zu Hanse bleiben. Bitte, seht doch 
zu, ob er ohne Unbequemlichkeit Ende dieses Monats kom- 
men kännte, indem es auch mir sehr bequem sein würde, bis 
dahin hier zu bleiben; denn dann geht Albertaccio del Bene, 
mein sehr theurei- Freund, auf die Universität nach Padua, 
so (lass wir Ende dieses Monats uns zu Pferde setzen wer- 
dan, und daim wollen wir von Koreto aus zusammen gehen, 
uncl wenn wir ihn (la nicht ünden, so wollen wir es zurück- 
lassen, damit er bei seiner Rückkehr die Botschaft bekommt. 
Mein theurer Messer Benedetto! Ihr schreibt mir, dass 
unser Messer Pietro Bembo sich den Bart wachsen lässt; 
(las gefällt mir wahrlich sehr wohl, demi es lässt sich so 
etwas viel Schüneres machen. Da, er nun aber, um Euch 
(lie Sache zu sagen, wie sie ist, diese Idee einmal hat, sich 
flen Bart wachsen zu lassen, so bemerke ich Euch, dass dieser 
in zwei Monaten noch nicht so gross sein wird, 11111 gui: zu 
steheu; clenn er wird nieht länger, als zwei ZoÜ, und unvoll- 
ständig sein, so dass, wenn wir seinen Kopf auf eine Me- 
daille setzen, diese dann, wenn der Bart später seine Schul- 
digkeit gethan hat, nicht mehr ähnlich sein wird. Uncl Wenn 
er sich Wieder rasirt, Wird die Medaille auch mit dem kur- 
zen Bart nicht ähnlich sein. 
Nun würcle es mir also gut scheinen, dass wir, wenn wir et- 
was Schünes machen wollten, den Bart ganz nach seinerSclxuldig- 
keit wachsen zu lassen, was bis zur Fastenzeit geschehen sein 
wird, wo wir äann etwas besseres werden herstellen künnen. 
(ilaubt aber nicht, dass ich dies blos um deswillen sage, um 
dia Sache aufzuschiebcxx, dcnn ich schwüre Euch, dass icll 
zu jeder Zeit bei der geringsten Zeilg von Euch nlich S0
        

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