Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1385932
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gereichen. Ew. I-Ierrl. müge also die Güt-e habeu, mir in 
BetreH dieser Angelegenheit Auskunfl. zu geben, wobei ich 
nichts weiter zu sagen weiss, als dass ich glaube, Ew. Herrl. 
habe, mich so lieb, wie ich sie. Auch kaun sich Ew. Herrl. 
nähere Auskunft von dem Ueberbringer flieses, meinem sehr 
nahe-n Freuncle, geben lassen. 
Gualandi Nuova Race. II. 8.  Ueber den Inhalt des 
Briefes vgl. dic Erläuterungen zu Brief 112-114. Vasari, 
der dem grossen Talente Parmigianinds volle Gerechtigkeit 
Widerfahren lässt, bedauert nur und zwar mit Recht die Un- 
stetigkeit des Künstlers, die ihn an grossen und seinem Ta,- 
lente wirklich entsprechenden Leistungen verhinderte. Als 
besonderen Grund der Vernacldässigung jener Arbeiten in der 
Steccata giebt Vasari, namentlich in der zweiten Ausgabe, nach- 
dem er von Francescds Vetter, Girolamo Mazzola, nähere 
Nachriehten über dessen Leben GiHgGZOgGII hatte, seinen Hang 
zu alchymistischen Untersuchungen an. "Der Grund seines 
Zägerns war," sagt er (1112, S. 163), "dass er sich der A1- 
chymie zugewvendet hatte und die Malerei ganz vernaehlässigte, 
in der Weinung, er ktinne schnell reich werden, wenn er 
Quecksilber gerinnen mache. Nicht wie sonst sann er schü- 
nen Eründungen nach, dachte nieht mehr die Pinsel zu brau- 
chen und Farben zu mischen, sondern verlor den ganzen 
Tag damit, Kohlen, Holz und Destillirgläser zu handhaben 
und andere Lappalien zu treiben, wodurch er an einem Tage 
mehr ausgab, als er im Laufe einer ganzen Woche in der 
Kapelle der Steccata verdiente."
        

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