Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1385785
PIETRO 
Axmwmo 
3,11 
TIZIAN. 
Vcrona, Juli 
1543. 
Das Gerücht, Inein einziger Gevattcr! gefällt sich so 
sehr darin, (las Wunder Eures Pinsels in dem Porträit des 
Papstes zu verherrlicllcn, dass, wcnn Inicht flic Verpflichtung; 
wäre, die Grossmuth durch die ganze Welt zu verbrei- 
ten, (lie Euer Geist chu-ch Zurückweisung des Siegclamters 
bewiesen hat, welches Euch Se. Heil. als Belohnung dafür 
zu ertheilen gedachte, dasselbe nie aufhüren würde es auszu- 
posaunen, wie lebendig, wie so ganz er selbst und wie so 
sehr wahr er sei! 
Aber ein jegliches Eurer Werke, 1m11 wenn auch noch sa 
gättlich, muss jener Handlung weichen, wodurch Ihr dasjenige 
anzunehmen verschmähet, welches zu erlangen jeden andern 
gliicklich gemacht haben würde. Ihr ganz allein habt da- 
clurch, class Ihr dje Euch dargebutene Würde nicht gewollt 
habt, bcwiesen, wie sehr an Vortrefflichkeit and Schänheit 
Rom unserem Venedig untergeordnet sei, und um wie vieles 
hüher der Adel der Weltkleider gelte, als die Erbärmlichkeit 
der verfl. .    KaputzeI). Es Iebe der Vecellio, der da sei- 
nen guten Namen hüher hält, als grosse Einkünfte! 
1) La viltä 
vcstimento
        

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