Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Künstler-Briefe
Person:
Guhl, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1381935
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1385565
102. 
TIZIAN 
an 
äen 
Cardinal 
ALESSANDRO 
FARNESE. 
1568. 
December 
Venedig, 
Nachdem ich lange Zeit Ew. Erl. und Hochw. Herrl. 
unterlassen habe meine Ergebenheit brieflich zu bezeigen, 
beeile ich mich dies mit Gegemvärtigem zu thun, wodurch ich 
Ihnen Nachricht gebe, Jass ich durch die Gnade unseres Hem-n 
Grottes gesund und munter lebe und Ew. Herrl. zu Diensten 
stehe: ich ersuche Sie daher inständigst, mir Ihre Befelmle zu 
geben, damit ich den Lauf dieses Lebens in Ihrem Dienste 
beschliessen kann, vie, seit der Zeit, (la ich mich dem Hanse 
Farnese geweiht habe, immer mein Wunsch gewesen ist. 
Dazu füge ich, so dringend als ich vermag, die Bitte hinzm 
mich sowohl SnHeiligkeit unserem Herrn, als auch dem Erl. 
Cardinal Alessandrino gnädigst empfehlen zu wollen. 
Letzterer hat schon seit vielen Monaten von mir ein 
Bild der h. Catharina erhalten, welches mir in seinem Na- 
men von dem Herrn Nuntius hier in Venedig aufgetragen 
worden War, und er hat sich darauf mit grosser Artigkeit er- 
boten, mich in allem, Was ich von ihm verlangen müchte, zu 
begünstigen, abgesehen davon, dass er mir, ich weiss nicht 
was für ein Geschenk, schicken wollte, welches ich aber nie- 
mals erhalten habe. 
Durch diese seine sehr freundlichen Anerbietungen also 
bewegt, habe ich mir clen Muth gefasst, S. Erl. Herrl. zu 
bitten, sich gnädigst dafür verwenden zu wollen, class ich 
einigen Vortheil davon durch irgencl ein kleines auf spanische 
Beneücien angewiesenes Gehalt für meinen Sohn Pomponio 
genüsse, der schon von Kaiser Karl V., glorreichen Angeden. 
kens, als Spanier naturalisirt uforden ist. Und S, Hem-L er. 
Wiäerte mir daYW-f, iGh solle binnen Kurzem durch diese, wie 
durch eine grüssere Begünstigung zufriedengestellt werden.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.